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Kinowelt setzt seinen Finanzvorstand vor die Tür

Der Münchener Filmverleiher Kinowelt Medien AG hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Finanzvorstand Eduard Unzeitig getrennt. Die Funktion werde bis auf weiteres Vorstandschef Michael Kölmel mit übernehmen, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Donnerstag in München mit

rtr MüNCHEN. Einen Grund für die Trennung nannte Kinowelt nicht. Unzeitig war den Angaben zufolge seit Gründung der AG im Oktober 1997 Finanzvorstand und hatte das Unternehmen im Mai 1998 an die Börse begleitet. Die Führungsspitze werde im Zuge des laufenden Umstrukturierungsprozesses neu ausgerichtet, zitierte Kinowelt seinen Aufsichtsratschef Peter Bach.

Kinowelt hatte Ende der vergangenen Woche erklärt, man sei mit verschiedenen strategischen Investoren im Gespräch, die das Unternehmen finanziell stützen sollen. Ergebnisse der Gespräche seien in drei bis vier Wochen zu erwarten. Nach unbestätigten Medienberichten hat Kinowelt verschiedenen Medienkonzernen, darunter der RTL Group und der Kirch-Gruppe, eine Beteiligung angeboten.

Kinowelt, das für über 500 Mill. DM ein großes Filmpaket vom amerikanischen Warner-Konzern eingekauft hatte, klagt seit Monaten über einen "Käuferstreik" deutscher Privatsender. Im Juni hatte Unzeitig auf der Hauptversammlung angekündigt, mit Banken über eine Umschuldung der hohen kurzfristigen Schulden von Kinowelt zu verhandeln. Unzeitig werde Kinowlt auch nach der einvernehmlichen Auflösung seines Vorstandsvertrages beraten, sich ansonsten aber neuen Aufgaben widmen, hieß es.

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