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Kinowelt steckt offenbar in Zahlungsschwierigkeiten

Die im September aus dem Nemax 50 ausscheidende Münchner Kinowelt Medien AG steckt offenbar in akuten Zahlungsschwierigkeiten. Die Hypo-Vereinsbank als eine der Hausbanken des Filmrechtehändlers bestätigte die Liquiditätsprobleme von Kinowelt dem "Stern", wie das Hamburger Magazin am Mittwoch vorab berichtete.

ddp HAMBURG. "Wir prüfen zusammen mit anderen Banken, wie die Überlebenschancen stehen und ob wir eine Lösung hinkriegen", sagte der für das Firmenkundengeschäft zuständige Vorstand der Bank, Dieter Rampl. "Noch wissen wir nicht, ob das klappt", meinte er. Die Kinowelt hatte sich mit einem 300-Millionen-Dollar-Einkauf bei dem Hollywood-Studio Warner Bros. verhoben, berichtete die Zeitschrift weiter. Aus dem Film- und Serien-Paket konnten bislang nur wenige Streifen auf dem deutschen Markt abgesetzt werden. Kinowelt rede derzeit mit größeren Medienkonzernen, um sie als Investoren zu gewinnen. Dabei werde aus dem Kreis der betreuenden Banken auch der komplette Rückzug der Kinowelt-Chefs und Großaktionäre Michael und Rainer Kölmel diskutiert.

Die Kinowelt versucht nach eigenen Angaben derzeit, ihre kurzfristigen Kredite in längerfristige umzuwandeln. Branchengerüchte über Zahlungsengpässe waren hingegen stets bestritten worden. "Wir bezahlen unsere Rechnungen", sagte ein Sprecher der Kinowelt.

Die noch im Nemax 50 gelisteten Kinowelt-Aktien gaben bis 12.55 Uhr 8,3 % auf 1,87 ? nach.

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