Kirch äußert sich nicht zu den Spekulationen
News Corp erwägt keine feindliche Kirch-Übernahme

Der australische Medienkonzern News Corp von Rupert Murdoch hat am Montag Medienberichte dementiert, er erwäge eine feindliche Übernahme der Münchner Kirch-Gruppe.

Reuters LONDON. "News Corp dementierte heute Berichte, dass das Unternehmen eine feindliche Übernahme der Kirch-Gruppe in Betracht ziehe", hieß in einer Mitteilung des Konzerns. Am Freitag hatte die "Financial Times" berichtet, News Corp versuche, über die von seiner britischen Kabel-TV-Tochter BSKyB gehaltene 22-prozentige Beteiligung an dem Kirch Premiere-Bezahlsender World die Kontrolle bei Kirch zu übernehmen. "News Corporation und BSkyB sind Minderheitspartner bei der Kirch Gruppe und arbeiten mit Kirch zusammen, um das deutsche Geschäft zu stärken", hieß es demgegenüber in der News-Corp-Mitteilung weiter. Die Kirch-Gruppe hatte sich nicht zu den Spekulationen geäußert.

"Murdoch hat bereits mehrfach versucht, die Kontrolle bei Kirch zu übernehmen. Den jetzigen Versuch nimmt die Kirch-Gruppe sehr, sehr ernst", hatte es am Sonntag aus Unternehmenskreisen geheißen. Um die nötigen Mittel zur Abwehr einer vermeintlich unmittelbar bevorstehenden Übernahme durch News Corp zu bekommen, verhandelt die Kirch-Gruppe nach Angaben aus Kreisen über den Verkauf ihrer 25-prozentigen Beteiligung an dem spanischen Fernsehsender Telecinco. Den Wert des Telecinco-Pakets beziffern Branchenkenner auf rund 1 Mrd. DM.

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