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Kirch-Agentur legt Kuckuckseier

Harte Zeiten für Zeitungen: Die sinkenden Werbeeinnahmen treiben vielen Verlegern Sorgenfalten ins Gesicht.

Aus der Krise will die Nachrichtenagentur ddp aus dem Medienreich von Leo Kirch Kapital schlagen. Sie bietet für einen Preis von 100 bis 220 Euro der Tageszeitung "Nordkurier" in Neubrandenburg täglich drei Zeitungsseiten - vom Vermischten bis hin zur Berlin/Brandenburgseite.

Der Leser wird das journalistische Kuckucksei kaum bemerken. Denn die Seiten werden im jeweiligen Layout mit den entsprechenden Schriften geliefert und können bei Bedarf sogar aktualisiert werden. Die Verlage freuen sich, denn so lässt sich anscheinend unkompliziert viel Geld sparen. Ob sich das Experiment dennoch am Markt durchsetzen kann, steht in den Sternen. Denn nicht nur manche Regionalzeitung steht unter Druck, sondern auch manche Agentur. ddp - mehrheitlich im Besitz der insolventen Kirch Media und Kirch Pay TV - schreibt seit langem rote Zahlen. Und neue Investoren sind derzeit nicht in Sicht.

Der letzte Interessent hieß Moritz Hunzinger und hat derzeit andere Sorgen.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
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