Kirch-Gruppe
Kommentar: Murdochs Schachzüge

So richtig weiß vermutlich nur Rupert Murdoch selbst, was er eigentlich will. Steigt der australische Medienzar nun in die angeschlagene Kirch-Gruppe ein oder nicht? Heute lässt Murdoch verlauten, er habe kein Interesse mehr an einer weiteren Zusammenarbeit. In den vergangenen Monaten äußerte der Besitzer des riesigen Medienkonzerns News Corp. freilich auch schon das genaue Gegenteil. Fest steht lediglich: Was immer Murdoch in die Öffentlichkeit trägt, schadet Kirch. Die mit mehr als 6 Mrd. Euro verschuldete Medienfirma, zu der unter anderem die Fernsehsender Pro-Sieben-Sat.1 Media AG und Premiere gehören, ist ohnehin von allen Seiten unter Beschuss: Der Axel Springer Verlag fordert 770 Mill. Euro, die Banken wollen Kredite nicht verlängern und Murdoch kann im Herbst 1,3 Mrd. Euro für seine Premiere-Anteile verlangen. Der Verdacht liegt nahe, dass Murdoch mit seinen Äußerungen zu Kirch vor allem den Preis drücken will - um in den nächsten Monaten dann doch noch einzusteigen.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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