Kirch-Gruppe wird zukünftig Anteil an EM.TV halten
EM.TV und Kirch-Gruppe einig über Einstieg und Formel-Eins-Rechte

Nach einem wochenlangen Tauziehen hat sich die Münchner Kirch-Gruppe mit dem angeschlagenen Medienunternehmen EM.TV auf einen Einstieg von Kirch bei EM.TV geeinigt. Kirchs D-Box ohne Telekom

afp MÜNCHEN. Wie EM.TV am Mittwochabend mitteilte, wollen beide Partner zum Monatsende mit 75 % auch die Mehrheit an der Formel-Eins-Holdinggesellschaft SLEC übernehmen. Beide Vorhaben waren in den vergangenen Wochen zwischen den Partnern umstritten gewesen; im Januar standen die Gespräche mehrfach kurz vor dem Scheitern. Nach Angaben von EM.TV soll die nun unterzeichnete "bindende Vereinbarung" mit der Kirch-Gruppe bis 15. März in einem ausführlichen Vertragswerk umgesetzt werden. Die Umsetzung stehe unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung, betonte das Unternehmen.

Formel-Eins-Chef Bernie Ecclestone hatte EM.TV-Chef Thomas Haffa im vergangenen Jahr die Hälfte seiner Anteile an der Holdinggesellschaft SLEC verkauft. Zudem hatten beide Seiten vereinbart, dass Ecclestone im Mai weitere 25 % der Holding für 1 Mrd. $ an EM.TV abgeben kann. Haffa fehlten nach einem Bilanzskandal und einem schweren Sturz der EM.TV-Aktie aber die Mittel, um diese Summe aufbringen, weshalb er sich nach einem finanzstarken Partner umschauen musste. Diese Rolle soll der Kirch-Konzern übernehmen. Anfang Dezember vereinbarten Kirch und Haffa grundsätzlich, dass Kirch für eine Sacheinlage 16,7 % an EM.TV und für 550 Mill. DM 49 % an Haffas Formel-Eins-Hälfte erwerben wird.

Wegen der begehrten Anteile an der Auto-Rennsportklasse Formel Eins hatten sich auch andere Investoren für einen Einstieg bei EM.TV interessiert. Nach Medienberichten wollte ein Konsortium aus Fiat, Mercedes, Jaguar, BMW und Renault die 25 % an der SLEC übernehmen. EM.TV und Kirch betonten nach ihrer Einigung nun, sie seien "selbstverständlich" beide "daran interessiert, sowohl mit Bernie Ecclestone als auch mit den interessierten Automobilherstellern eine dauerhafte Lösung zu finden, die alle an der Formel Eins Beteiligten zufrieden stellt".

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