Kirch hat Rate an Bundesliga überwiesen

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Kirch hat Rate an Bundesliga überwiesen

Die angeschlagene Kirch-Gruppe hat die fällige Fernsehrate fristgerecht am Freitag an die Deutsche Fußball-Liga (DFL) überwiesen.

dpa HANNOVER. Die finanziell angeschlagene Kirch-Gruppe hat allen Unkenrufen zum Trotz ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Deutschen Fußall-Liga (DFL) zumindest für diese Saison erfüllt. Trotz eines Schuldenberges von rund sechs Milliarden Euro zahlte das Münchner Medienunternehmen am Freitag fristgerecht die fällige Rate von 100 Millionen Euro für den Bundesliga-Vertrag. Fünf Minuten vor Ablauf der Frist um 16 Uhr bestätigte die DFL den Eingang der Fernsehrate. "Wir werden die Gelder Anfang der kommenden Woche unverzüglich an die 36 Clubs der Bundesliga und 2. Liga weiterleiten", sagte DFL-Sprecher Tom Bender.

Die Lizenzvereine erhalten aus dem Vierjahresvertrag mit der Kirch-Gruppe bis 2004 insgesamt 1,53 Milliarden Euro. Die TV-Gelder sind aber pro Saison unterschiedlich gestaffelt. In der laufenden Spielzeit erhält die DFL rund 358 Millionen Euro. "Die gezahlte Rate war die letzte für den laufenden Spielbetrieb", erklärte Michael Pfad. Der DFL-Geschäftsführer Kommunikation hatte zuvor vom Medienpartner eindeutige Signale erhalten, dass das Geld gezahlt werden kann. "Eine Stundung stand für uns nicht zur Debatte", bemerkte Pfad.

Zuvor hatte Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß seine Bereitschaft erklärt, die 100 Millionen Euro notfalls der Kirch-Gruppe um vier Wochen zu stunden. Er stärkte Leo Kirch erneut den Rücken. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kirch Pleite geht", sagte der Bayern - Manager. Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge forderte die Fußball- Bundesliga auf, trotz der aktuellen Diskussion standhaft zu bleiben. "Ich denke, die Bundesliga wird am Ende keine Probleme haben. Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht instrumentalisieren lassen für politische Dinge", sagte Rummenigge.



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