Kirch wirkt sich negativ aus
Disney vervierfacht Quartalsgewinn

Der zweitgrößte amerikanische Medien- und Unterhaltungskonzern Walt Disney hat dank mehrerer Kassenschlager und hoher Gewinne seines Filmstudios im Schlussquartal und im gesamten Geschäftsjahr 2001/2002 (30. September) den Gewinn massiv ausgebaut.

HB/dpa BURBANK. Die Disney-Freizeitparks litten hingegen noch unter den Nachwehen der Terrorattacken vom 11. September 2001. Die Fernsehtochter ABC beeinflusste die Bilanzen wegen stark gefallener Einschaltquoten und Werbeeinnahmen ebenfalls negativ. ABC hat nach Angaben von Disney- Chef Michael D. Eisner jetzt allerdings bei einigen neuen TV-Shows wieder höhere Einschaltquoten. Das Filmstudio profitiere von Kassenschlagern wie "Lilo & Stitch", "Signs", "Sweet Home Alabama" und "Santa Clause 2".

Das abgelaufene Jahr war nach Eisners Angaben schwierig, doch zahlten sich die Investitionen der letzten fünf Jahre und die Kostensenkungen jetzt aus. Der Disney-Konzernchef erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen kräftigen Anstieg des Gewinns pro Aktie von mehr als 20 Prozent. Disney steigerte den Quartalsumsatz verglichen mit der entsprechenden Vorjahreszeit um 15,1 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar (knapp 6,7 Mrd Euro), teilte das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Die Gesellschaft vervierfachte ihren Gewinn im 4. Quartal und verdiente 222 (Vorjahresvergleichszeit: 53) Millionen Dollar. Der Gewinn pro Aktie legte auf elf (drei) Cent und hat damit die Erwartungen der Wall Street erfüllt.

Der Disney-Umsatz stagnierte allerdings im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 25,3 (25,2) Milliarden Dollar. Das in Burbank (Kalifornien) ansässige Unternehmen verdiente im Gesamtjahr 1,3 Milliarden Dollar gegenüber einem Verlust von 158 Millionen Dollar im Vorjahr.

Die Fernsehsparte litt unter den niedrigeren Einschaltquoten, rückläufigen Werbeeinnahmen und höheren Programmkosten der Fernsehfirma ABC. Das Kabelfernsehgeschäft ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Der Jahresumsatz des gesamten TV-Geschäftsbereichs schrumpfte um vier Prozent auf 9,8 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn sackte um 49 Prozent auf nur noch 990 Millionen Dollar ab.

Der Freizeitpark-Umsatz fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr um acht Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar und der operative Gewinn um 26 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Dagegen stieg der Filmstudio-Umsatz um elf Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar und der operative Gewinn um ein Drittel auf 347 Millionen Dollar. Im Schlussquartal war der Umsatz der Sparte wegen der Film-Hits sogar um 52 Prozent auf zwei Milliarden Dollar in die Höhe geschossen. Es gab einen operativen Quartalsgewinn von 149 Millionen Dollar gegenüber einem Verlust von 121 Millionen Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit.

Das Geschäft mit Verbraucherprodukten schrumpfte im Gesamtjahr um sieben Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Es gab in dieser Sparte - dazu zählen auch die Disney-Läden - einen Rückgang des operativen Gewinns von sechs Prozent auf 394 Millionen Dollar.

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