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Kirchen kritisieren Sparkassen-Werbung zum Online-Handel

Reuters HAMBURG. Eine Zeitungsanzeige der Sparkassen zum Online-Handel an Sonntagen ist auf scharfe Kritik der evangelischen und der katholischen Kirche in Norddeutschland gestoßen. "Das ist mehr als eine Geschmacklosigkeit", sagte der Vorsitzende der Evangelisch-Nordelbischen Kirche, Bischof Karl Ludwig Kohlwage, am Dienstag in Hamburg. Solche Werbeideen durchkreuzten die Bemühungen der Kirche, die Feiertagskultur in Deutschland zu stärken. Sein katholischer Amtskollege, der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke, teilte mit, die Kirche werde alles dafür tun, damit der Sonntag ein freier Tag bleibe.

Die Sparkasse hatte am vergangenen Wochenende in mehreren schleswig-holsteinischen Zeitungen eine Anzeige geschaltet, in der sie für den elektronischen Handel im Internet auch an Sonntagen warb. In dem Text dazu hieß es, im weltweiten Datennetz brauchten die Geschäfte auch am siebten Tag nicht zu ruhen. Das sei "so sicher wie das Amen in der Kirche". Dazu war ein lachender Priester in einer Kirche abgebildet. Bischof Kohlwage sagte, ihn hätten wegen der Werbeanzeige zahlreiche negative Reaktionen erreicht.

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