Klage aus den USA zurückgewiesen
Bertelsmann Music Group hält Mindestpreis-Praktik für rechtens

US-Verbraucher sollen fast 500 Millionen Dollar zu viel gezahlt haben, weil BMG die CD-Preise künstlich hoch gehalten hat. Ob die Mindestpreis-Strategie aufgeht, entscheidet sich vor Gericht.

dpa-afx NEW YORK. Die Musikfirma Bertelsmann Music Group (BMG) hat die Klage, die wegen Preisabsprachen in den USA gegen sie angestrengt worden ist, als grundlos zurückgewiesen. BMG sei weiterhin überzeugt, dass ihre Mindestpreis-Praktiken für Musik-CDs auf dem US-Markt rechtens gewesen seien, erklärte ein Firmensprecher am Mittwoch in New York. "Wir sind zuversichtlich, dass die Gerichte zum selben Schluss gelangen werden."

30 US-Bundesstaaten und Überseegebiete hatten BMG, vier andere Plattenfirmen und drei Musik-Ketten wegen der Preisabsprachen verklagt. Dabei hatten sich die Unternehmen schon im Mai mit der US-Handelsaufsicht (FTC) gütlich über eine Aussetzung der Mindestpreis-Praktiken geeinigt. (Text der Einigung)

Die Firmen hatten den Händlern, die sich auf 8,0 bis 9,0 % über dem Einkaufspreis liegende Endpreise verpflichteten, CD-Werbung bezahlt. Wenn einzelne Händler die Preise unterschritten, wurden sie von den Werbeaktionen ausgeschlossen. Nach Angaben der klagenden Bundesstaaten entstand den US-Verbrauchern durch die Praxis ein Schaden von bis zu 480 Mill. $.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%