Klage gegen Bertelsmann eingereicht: Napster könnte zum Milliarden-Grab werden

Klage gegen Bertelsmann eingereicht
Napster könnte zum Milliarden-Grab werden

Bertelsmann wird vorgeworfen, die Musiktauschbörse Napster künstlich am Leben gehalten und damit 17 Milliarden Dollar Schaden angerichtet zu haben.

leo DÜSSELDORF. Die Songwriter Jerry Leiber und Mike Stoller haben daher gestern vor einem Bundesgericht in New York Klage gegen den Medien-Riesen eingereicht, so das Wall Street Journal.

Ohne die Finanzierungszusage des deutschen Konzerns hätte die Tauschbörse Napster wesentlich früher ihren Dienst einstellen müssen, der Schaden durch Urheberrechtsverletzungen wäre so begrenzt worden, argumentieren die Kläger. Mit der Finanzierung habe Bertelsmann zudem zahlreichen Internet-Nutzern bewusst beim illegalen Download von urheberrechtlich geschützten Werken geholfen.

Von Bertelsmann war keine Stellungsnahme zu der Klage zu bekommen. "Laufende Gerichts- Verfahren kommentieren wir nicht", so ein Sprecher.

Leiber uns Stoller wurden als Autoren von Songs wie "Jailhouse Rock" bekannt und gingen schon vor Jahren gegen Napster vor. Als Mitglieder eines US-Interessenverbandes hoffen sie, dass sich zahlreiche Autoren im Rahmen einer Sammelklage dem Verfahren gegen Bertelsmann anschließen.

Bertelsmann übernahm Ende 2000 die Musiktauschbörse Napster in der Hoffnung, das kostenlose Angebot in einen kommerziellen Dienst umbauen zu können. Über 85 Millionen Doller wurden in das Projekt gesteckt, doch der Umbau schlug fehl. Im Juli 2001 war die einst so populäre Tauschbörse am Ende. Heute besitzt die Software-Firma Roxio den größten Teil der restlichen Napster-Vermögenswerte.

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