Klage ist nur "Spitze des Eisberges"
US-Plattenfirmen verklagen CD-Hersteller

Der Verband der US-Plattenindustrie (RIAA) hat einen der größten Hersteller und Vertreiber von Musik- und Videoträgern wegen angeblicher Piraterie verklagt.

Reuters LOS ANGELES. Technicolor habe CDs unter anderem von N-Sync, den Backstreet Boys und Celine Dion illegal hergestellt und vertrieben, teilte RIAA am Donnerstag mit. Der Verband habe klare Beweise dafür, dass in einem Technicolor-Werk wissentlich Raubkopien von Stars der Branche gebrannt worden seien, sagte RIAA-Vetreter Matt Oppenheim. "Wir fürchten, dass die CDs, um die es in der Klage geht, nur die Spitze des Eisbergs darstellen." Technicolor wies den Vorwurf der Piraterie zurück, wie die Muttergesellschaft Thomson Multimedia mitteilte.

Der RIAA zufolge hat Technicolor zudem die Verpflichtungen aus einer Einigung nach ähnlichen Beschwerden der Plattenindustrie im Jahr 1998 nicht eingehalten. Die Firma habe die vereinbarte Prüfung von Büchern und Werken verweigert.

Zur RIAA gehören unter anderen AOL Time Warners Warner Music Group, Universal Music von Vivendi Universal und Sony Music. Die durch den Verband vertretenen Plattenfirmen produzieren nach eigenen Angaben fast 90 Prozent der in den USA aufgenommenen Musik.

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