Klage vor Berufungsgericht gegen Urteil in erster Instanz
Microsoft wehrt sich weiter gegen drohende Zerschlagung

Bei einem Berufungsgericht im District of Columbia legte Microsoft am Montag Einspruch gegen die erstinstanzliche Entscheidung eines anderen Gerichts ein.

ap WASHINGTON. Der amerikanische Softwarekonzern Microsoft wehrt sich weiter mit juristischen Mitteln gegen eine drohende Zerschlagung des Unternehmens. Bei einem Berufungsgericht im District of Columbia, dem Bezirk der Bundeshauptstadt Washington, legte Microsoft am Montag Einspruch gegen die erstinstanzliche Entscheidung eines anderen Gerichts ein.

Das Gericht unter Vorsitz von Richter Thomas Penfield Jackson hatte im Juni entschieden, Microsoft müsse in zwei Teile zerschlagen werden, weil der Konzern seine Monopolstellung auf dem Markt für Betriebssysteme zum Schaden seiner Konkurrenten missbraucht habe. Nach dem Urteil Jacksons sollte der eine Teil des Unternehmens das Betriebssystem Windows weiterentwickeln, der andere Teil sollte sich mit der Entwicklung von Office- und Internet-Anwendungen befassen. Der Richter folgte damit dem US-Justizministerium, das die Kartellklage gegen den Konzern angestrengt hatte.

Eine Anhörung ist für Ende Februar geplant

Microsoft-Sprecher Vivek Varma erklärte zu der Berufungsklage des Unternehmens, der Konzern lege in der Klageschrift umfassend dar, weshalb er den Fall gewinnen sollte. Eine Sprecherin des Justizministerium, Gina Talamona, verteidigte dagegen das Urteil von Richter Jackson. Das Ministerium wird seine Argumente am 12. Januar dem Berufungsgericht vorlegen. Eine Anhörung, bei der beide Seiten ihre Argumente mündlich vortragen können, ist für Ende Februar geplant.

Das Justizministerium wollte eigentlich, dass der Fall nach dem erstinstanzlichen Urteil sofort an den Obersten Gerichtshof verwiesen werden sollte. Das höchste US-Gericht lehnte dies im September jedoch ab und verwies die Parteien an das zuständige Berufungsgericht. Damit kann sich die endgültige Entscheidung noch Jahre hinziehen. Dies wollte das Ministerium durch die sofortige Einschaltung des Obersten Gerichts verhindern.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%