Klage vor dem Obersten Zivilgericht von Los Angeles
Hausmädchen verklagt Brando auf Millionen-Unterhalt

Für drei Kinder aus dem Verhältnis mit einer früheren Haushälterin soll Hollywood-Star Marlon Brando Unterhalt in Höhe von 100 Mill. US-$ zahlen.

dpa LOS ANGELES. Hollywood-Star Marlon Brando (78) ist von einer früheren Haushälterin auf Zahlung von Unterhalt in Höhe von 100 Mill. US-$ (113 Mill. Euro) für drei angeblich von ihm gezeugte Kinder verklagt worden. Die 43-jährige Maria Cristina Ruiz aus Costa Rica will mit dem Schauspieler («Der Pate», «Endstation Sehnsucht») seit 1988 in einem der Ehe nahezu gleich stehenden Verhältnis zusammengelebt haben.

Nach der am Freitag bekannt gewordenen Klage vor dem Obersten Zivilgericht von Los Angeles soll Brando immer wieder versprochen haben, die Frau und deren drei Kinder zeitlich unbegrenzt finanziell zu unterstützen. Er habe die Beziehung aber kurz vor Weihnachten 2001 beendet und alle Zahlungen abrupt eingestellt. Schon seit längerem war bekannt, dass Brando mit der Frau die zwei Kinder Priscilla (13) und Myles (10) haben soll. In der Klage ist neben den beiden von einem weiteren Kind im Alter von 8 Jahren die Rede, hieß es in US-Medienberichten.

Brando und Ruiz «haben wie ein Ehepaar gelebt», sagte Donald Woldman, der Anwalt der Klägerin. Der Schauspieler habe seiner Haushälterin sogar einen Verlobungsring und einen Ehering geschenkt. Obwohl es keine behördlich bestätigte Hochzeit gab, habe Brando praktisch einen Ehevertrag gebrochen und müsse nun zahlen. Eine Sprecherin des Schauspielers lehnte jeden Kommentar zu der Klage ab. Sie wies darauf hin, dass sich der Star öffentlich ausschließlich zu seiner künstlerischen Arbeit, nicht aber zu seinem Privatleben äußere.

Dennoch wurde durch die medienwirksame Klageerhebung einmal mehr ein Schlaglicht auf das bewegte Privatleben des Stars geworfen, der seinen ersten Oscar 1954 für die Darstellung des Terry Malloy in Elia Kazans Film «Die Faust im Nacken» zugesprochen bekam. Ähnlich wie Napoleon Bonaparte, den Brando einst in dem Film «Desiree» spielte, ging ihm auch im realen Leben der Ruf eines großen Verführers voraus, der Frauen wie die Hemden wechsele.

Aus drei Ehen hat Brando 5 Kinder. Seine erste - mit der Waliserin Anna Kashi - wurde 1959 nach nur 18 Monaten geschieden. Aus dieser Beziehung stammt der Sohn Christian Devi, der 1991 wegen Totschlags zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Er hatte sich schuldig bekannt, in der Villa seines Vaters den Freund seiner schwangeren Halbschwester Cheyenne Brando erschossen zu haben. Cheyenne stammte aus Brandos dritter Ehe; sie nahm sich 1995 nach jahrelangen Depressionen das Leben. Mit der Tahitianerin Taritatumi Teriipaia hat der Star außerdem den Sohn Simon Tehuto. Zuvor hatte in der zweiten Ehe die mexikanische Schauspielerin Morita Lastenada den Sohn Miko und die Tochter Rebecca geboren.

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