Klagen in Bonn und Frankfurt an der Oder eingereicht
Strahlenopfer verklagen Verteidigungsministerium

Die Strahlenopfer der Bundeswehr haben am Dienstag Klage gegen das Bundesverteidigungsministerium erhoben.

afp BERLIN. "Die Bundeswehr hat von den fünziger bis in die achtziger Jahre systematisch alle Schutzvorkehrungen zugunsten der Betroffenen ignoriert und verletzt", sagte der Anwalt Reiner Geulen in Berlin. Geulen vertritt 773 strahlengeschädigte Soldaten beziehungsweise deren Erben. Seit anderthalb Jahren stehe er mit dem Verteidigungsministerium in Kontakt und nichts sei geschehen, kritisierte Geulen das Verhalten von Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD). Das Verteidigungsministerium hat sich zwar bereit erklärt, eine Wehrdienstbeschädigung der Betroffenen nach einer Prüfung im Einzelfall anzuerkennen, die Zahlung von Schmerzensgeld aber bislang abgelehnt.

Beim Landgericht Bonn reichte Geulen am Dienstag zunächst eine Musterklage für sechs Betroffene ein. In Frankfurt an der Oder soll auf dem Klageweg erst festgestellt werden, dass die Bundeswehr auch für radargeschädigte Soldaten der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR zuständig ist.

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