Klagen von Aktionären belasten
Lernout & Hauspie-Vorsitzender zurückgetreten

Reuters BURLINGTON. Der Vorsitzende der angeschlagenen belgischen Softwarefirma Lernout & Hauspie (L&H), Roel Pieper, ist nach Firmenangaben zurückgetreten. Wie die Firma in der Nacht zum Freitag mitteilte, soll sein Nachfolger nach einer kommenden ausordentlichen Aktionärssitzung bestimmt werden. In der Mitteilung hieß es, Pieper wolle dem neuen L&H-Chef Philippe Bodson die Möglichkeit geben, eine neue Führungsmannschaft aufzustellen, die die Firma durch die nächste Stufe ihres Erholungsplans und darüber hinaus leiten werde.

Die in Zahlungsschwierigkeiten steckende Gesellschaft ist auf Technologien zur Spracherkennung durch Computer spezialisiert und war in diesem Bereich einst Marktführer. L&H hatte Anfang Januar Gläubigerschutz erhalten und ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm angekündigt, das den Verkauf verschiedener Firmenwerte sowie den Abbau eines Fünftels der weltweit 5000 Arbeitsplätze vorsieht. Die Firma sieht sich derzeit mit Klagen von Aktionären und zwei Untersuchungen von Aufsichtsbehörden konfrontiert. Die Notierung der L&H-Aktie an der US-Technologiebörse Nasdaq wurde aufgehoben. Zuletzt wurde der bisherige L&H-Chef John Duerden durch Bodson ersetzt.

Am Donnerstag war aus Branchenkreisen verlautet, der deutsch-amerikanische Autokonzern DaimlerChrysler erwäge den Kauf von Unternehmensteilen. Beide Unternehmen hatten Stellungnahmen dazu abgelehnt.

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