Klares Ja in Urabstimmung
Metall-Konflikt auch in Berlin vorbei

In der Metall- und Elektroindustrie ist der Arbeitskampf nun auch im zweiten Streikgebiet Berlin/Brandenburg endgültig vorbei. In einer neuen Urabstimmung wurde der Tarifabschluss nach Angaben der IG Metall vom Montag mit großer Mehrheit angenommen.

dpa BERLIN. Grundlage für die Einigung war der Pilotabschluss aus Baden-Württemberg. Allgemein wird damit gerechnet, dass diese Woche auch alle anderen Bezirke den Abschluss übernehmen. Bundesweit hat die Branche 3,6 Millionen Beschäftigte.

Im Westteil Berlins stimmten laut IG Metall in den ausgewählten Betrieben 62,9 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder mit Ja. Im Osten der Hauptstadt und in Brandenburg lag die Zustimmung sogar bei 71 Prozent. Gereicht hätten 25 Prozent. Stimmberechtigt waren knapp 13 000 der insgesamt 99 000 Metaller in Berlin/Brandenburg.

Sie erhalten vom 1. Juni an 4,0 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Zum 1. Juni 2003 gibt es dann nochmals 3,1 Prozent. Für diesen Mai wird eine Pauschale von 110 Euro gezahlt, zehn Euro weniger als in Baden- Württemberg. Der Vertrag läuft bis Ende 2003.

Auch in Sachsen-Anhalt wurde der Tarifabschluss am Montagabend übernommen. In den nächsten Tagen stehen noch Verhandlungen in den Bezirken Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) sowie Osnabrück/Emsland an. Auch dort wird mit einer Übernahme des Pilotabschlusses von Baden- Württemberg gerechnet.

Unterdessen warnte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Abschluss werde zu Lasten der Beschäftigung gehen. "Wir werden uns noch die Augen reiben", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben in Berlin. Die Beschäftigungsschwelle von mindestens 2,5 bis 3,0 Prozent Wirtschaftswachstum, von der an die Unternehmen Arbeitnehmer überhaupt einstellen, sei durch den Abschluss weiter erhöht worden. Der DIHK habe Anfang des Jahres ein wirtschaftliches Wachstum in Deutschland von im Schnitt nur 0,5 Prozent vorhergesagt.

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