Klassenerhalt ist Pflicht - Neue Hoffnung nach Remis gegen Top-Team aus Magdeburg
Gummersbach steht am Scheideweg

Der VfL Gummersbach braucht den sportlichen Erfolg, um langsfristig sein Überleben in der Eliteklasse des deutschen Handballs zu sichern. Nachdem der Traditionsclub aus dem Bergischen schon mehrmals vor dem Konkurs stand, liegt das Budget zur Zeit bei etwa 1,8 Millionen Euro - zu wenig, um in der Bundesliga eine Rolle zu spielen. Doch nach dem hartumkämpften und glücklichen 26:26 (12:14) am Donnerstagabend gegen den SC Magdeburg ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt und damit eine rosige Zukunft wieder gestiegen.

GUMMERSBACH. Beim VfL Gummersbach reifen wieder Träume, an die Zeiten anzuknüpfen, als der Verein noch ein Synonym für Handball in Deutschland war. Doch der Klassenerhalt ist dafür eine Grundvoraussetzung. "Wir haben schon einige neue Sponsoren, aber die steigen nur in der Bundesliga ein, die Verträge gelten nicht für die Zweite Liga", erklärt VfL-Manager Carsten Sauer.

In der kommenden Saison soll nach Aussage von Sauer der Etat auf gut drei Millionen Euro angehoben werden. Mit dieser Summe würde sich der deutsche Rekordmeister im oberen Drittel der Handball-Bundesliga befinden. Mit der Anhebung des Haushalts sollen jetzt bundesligataugliche Spieler verpflichtet werden, bisher haben Torhüter Henning Wiechers und Kreisläufer Andreas Rastner bei den Oberbergischen unterschrieben. Die Partie gegen den Titelverteidiger aus Sachsen-Anhalt zeigte aber auch, dass dringend ein Rückraumspieler für die halblinke Position benötigt wird.

Da bei den Planungen für die Zukunft die Köln-Arena eine große Rolle spielt, ist in der nächsten Saison sportlicher Erfolg dringend notwendig. Zu den bisherigen drei Partien in die Riesenhalle kamen zwar insgesamt 48 181 Fans. Gegen den THW Kiel wurden mit 18 576 Zuschauern sogar ein Weltrekord aufgestellt, gegen Flensburg waren es 11 526 und gegen Magdeburg kamen 18 079. Diese Zuschauerzahlen sind aber eher mit der Neugier auf die große Halle und den Marketingmaßnahmen des Sponsors Kreissparkasse Köln zu erklären. Denn zu den Partien in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle kommen durchschnittlich vielleicht gerade einmal 1 000 Anhänger. "Das Publikum in Gummersbach ist verwöhnt, wenn wir wieder sportlichen Erfolg haben und guten Handball bieten, werden die Zuschauer auch da wieder kommen", ist Carsten Sauer überzeugt.

Aber um wieder an alte Zeiten anzuknüpfen, muss der Trainer-Rentner Petre Ivanescu mit dem Team den Klassenerhalt schaffen. Ansonsten verpassen die Gummersbacher den Trend, den der 65 Jahre alte Rumäne so beschreibt: "Es werden große Arenen gesucht und es ist ein Phänomen, dass die Hallen auch voll werden. Das ist eine Super-Entwicklung für den Handball und wie gesagt, eine neue Handball-Ära fängt an."

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