Klaus Allofs will "ausblenden"
Bundesliga-Trio plant zweite Runde

Der FC Schalke 04 und der VfB Stuttgart können die 2. Runde des UEFA-Pokals schon planen, Werder Bremen dagegen muss noch zittern.

HB/dpa DÜSSELDORF. Das 2:2 bei Metalurg Donezk ist für die Hanseaten trotz der glänzenden Bundesliga-Bilanz von vier Siegen in vier Spielen eine Hypothek. "Für einen Erstrundengegner ist Donezk eine sehr schwere Aufgabe", sagte Werder -"Spion" Mirko Votava vor dem Rückspiel gegen die Ukrainer am Donnerstag.

Der ehemalige Bremer Fußball-Profi beobachtete Metalurg beim 1:3 im Lokalderby gegen Meister Schachtjor, ohne wesentliche neue Erkenntnisse zu sammeln. Den "Lauf" in der Bundesliga soll die Mannschaft vergessen. "Das müssen wir ausblenden", mahnte Sportdirektor Klaus Allofs unbedingte Konzentration auf die internationale Aufgabe an. Stürmer-Star Ailton brennt auf die Partie und auf das Duell mit dem Kameruner Bernard Tchoutang, der vor zwei Wochen beide Treffer für Donezk erzielte. "Ich bin sehr gut drauf", zeigte sich Ailton nach seinen zwei Toren beim 4:1-Erfolg in Bochum optimistisch.

Für Schalke und Stuttgart geht es nach den jüngsten Bundesliga- Niederlagen um neues Selbstvertrauen. Die "Knappen" sind gegen FK Gomel/Weißrussland auch ohne sieben Verletzte Favorit, das 4:1 aus der ersten Partie garantiert dem UEFA - Cup-Gewinner von 1997 fast das Weiterkommen. "Wir dürfen unsere gute Ausgangsposition nicht gefährden", warnte Schalke-Verteidiger Niels Oude Kamphuis. Der Euphorie der Fans tut das deutliche Hinspielergebnis keinen Abbruch: Am Dienstag standen lediglich noch rund 500 der 52 828 Karten zur Verfügung.

Auch die Schwaben fliegen mit einem 4:1-Bonus nach Riga, wo der zweifache lettische Meister FK Ventspils seine internationalen Heimspiele austragen muss. Die Flutlichtanlage in Ventspils entspricht nicht den UEFA-Richtlinien. VfB-Coach Felix Magath las seinen Profis nach dem 2:3 in Hamburg kräftig die Leviten und forderte sie ultimativ auf, "jetzt endlich die Kurve zu bekommen".

"Das Weiterkommen ist kein Thema, aber wir müssen wachsam sein und dieses Spiel nutzen, um endlich wieder Erfolg zu haben", sagte Magath vor der Partie am Donnerstag. Die Situation beim Bundesliga-15. bezeichnete der 49-Jährige als "nicht dramatisch, aber unerfreulich". Nach nur einem Sieg aus sieben Erstliga-Begegnungen reagierte Magath mit Spezialmaßnahmen: Die Trainingszeiten wurden um eine Stunde auf 9.00 Uhr vorverlegt, Magath will hellwache Spieler und erklärte die nächste Runde angesichts der finanziell angespannten Lage beim VfB zur Pflicht.

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