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Klaus Helbert baut Firmenbeteiligungen weiter aus

Der Wiesbadener Verleger Klaus Helbert baut seine Beteiligungen als Großaktionär an Internet- und Medienunternehmen weiter aus. Auf mehr als 25 % hat Helbert seinen Wertpapieranteil am Marburger Medien-Technologieunternehmen media[netcom] AG ausgeweitet, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Dienstag mit.

Reuters FRANKFURT. Auch bei dem Limburger Softwareanbieter Internolix AG, dessen Vorstandschef Helbert seit Kurzem ist, hält der Verleger früheren Angaben zufolge seit Mai 2001 über 25 % der Stammaktien. Internolix-Angaben zufolge ist Helbert zudem Großaktionär des ebenfalls am Neuen Markt gelisteten Schweizer Filmrechtehändlers Highlight Communications AG sowie weiterer Internet- und Medienwerte.

Die Medianetcom ist eigenen Angaben zufolge als Anbieter für digitale Videotheken führend in den Bereichen Video-on-Demand-Software, Filmrechten und Consulting. "Die übrigen Tätigkeitsfelder von Herrn Helbert in verschiedenen Unternehmen werden für uns Synergieeffekte bringen", sagte Medianet-Sprecher Michael Philipp. Helbert halte seine Anteile an Medianetcom über seine Medienbeteiligungsgesellschaft Platinum Acquisitions GmbH, hieß es in der Mitteilung weiter.

Anfang Juli hatte Helbert den bisherigen Internolix- Vorstandschef Luigi Carlo de Micco abgelöst. Helbert will die am Neuen Markt gelistete Internolix früheren Angaben zufolge mit der Standardsoftware für Online-Shops und der camPoint-Webcam-Technologie zu einem digitalen Medienunternehmen ausbauen. Anfang August hatte sich das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Option zum Kauf weiterer 24 % an der Internet-Strukturfirma camPoint AG gesichert. Das technologische Know-How der auf Videokommunikationslösungen spezialisierten camPoint AG gelte als wesentliche Schlüsselfunktion für die Verbindung von elektronischem Geschäft (E-Business) und Entertainment, hieß es damals. Diese seien für den Aufbau neuer Geschäftsfelder von besonderer Bedeutung.

Zu konkreten weiteren Planungen wollte sich Helbert auf Anfrage nicht äußern. "Dazu etwas zu sagen erscheint mir unseriös", sagte er. Zum weiteren Vorgehen bei der strategischen Ausrichtung beider Unternehmen sagte Helbert, für ihn sei die Internolix AG eine Art "Rohdiamant, der hart bearbeitet werden muss." Medianetcom hingegen sei in seinen Augen "eine Perle, die bislang niemand entdeckt hat". Er selbst wolle sie nun aber "glänzend präsentieren", sagte Helbert weiter.

Die Aktien der Medianetcom stiegen bis zum Mittag in einem etwas leichteren Gesamtmarkt bei sehr geringem Umsatz mehr als elf Prozent auf 8,40 ?. Die Papiere der Internolix AG legten zeitgleich bei ebenfalls geringem Umsatz fünf Prozent auf 5,25 ? zu.

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