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Kleinaktionäre der Schmidt-Bank erhalten Abfindungsangebot

Die 10 000 Kleinaktionäre der Schmidt-Bank sollen nach den Plänen der neuen Eigentümer nicht auf ihren nahezu wertlos gewordenen Aktien sitzen bleiben. Die vier Großbanken, die die Regionalbank aus dem fränkischen Hof zusammen mit der Bayerischen Landesbank (BayernLB) im November vor dem Zusammenbruch gerettet hatten, böten den Kleinaktionären eine Übernahme ihrer Aktien an, teilte der Bundesverband Deutscher Banken (BdB) am Montag in Berlin mit.

Reuters BERLIN/HOF. Aktionäre, die die Papiere bei der Emission gekauft hatten, sollen den Ausgabepreis von je 6,39 ? erhalten, alle anderen 11,60 ?, den letzten im Telefonhandel festgestellten Kurs. Als Kleinaktionäre gelten alle Anteilseigner mit weniger als 10 000 Aktien.

Mitfinanziert wird das Angebot an die Kleinaktionäre erneut vom Einlagensicherungsfonds der privaten Banken, der sich schon an der Sanierung der Schmidt-Bank beteiligt hatte. Die BayernLB ist an der Offerte jedoch nicht beteiligt. Sie hatten zusammen mit der Deutschen Bank, der Dresdner Bank, der Commerzbank und der Hypovereinsbank in einem Konsortium 68,1 % der Schmidt-Bank-Aktien von deren Mehrheitseigentümer Karl Gerhard Schmidt für den symbolischen Preis von einer Mark übernommen. Nehmen alle Kleinaktionäre das Angebot an, kämen die Banken auf bis zu 88 % der Anteile.

Rund 9 000 Aktionäre der Schmidt-Bank sind nach früheren Anlagen auch Kunden der Bank. Sie seien das "Kapital" der Bank und sollten gehalten werden, begründete ein Bankensprecher die Offerte. Viele von ihnen seien sich des Risikos nicht bewusst gewesen. Mit allen größeren privaten Aktionären werde gesondert verhandelt. Leer gingen auf jeden Fall die institutionellen Schmidt-Bank-Aktionäre aus, darunter die Versicherung HUK-Coburg.

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