Kleincomputer „Tungsten“
Palm will Microsoft wieder Paroli bieten

Der weltgrößte Taschencomputer-Hersteller Palm hat am Montag in New York seine neue Geräteklasse "Tungsten" vorgestellt. Der kalifornische Konzern möchte damit vor allem professionelle Nutzer als Käufer gewinnen und den Vormarsch von Microsoft in den Markt der Persönlichen Digitalen Assistenten (PDAs) begrenzen.

HB/dpa SANTA CLARA/NEW YORK. Mit dem "Tungsten"-PDA setzt Palm erstmals einen Mikroprozessor ein, der vom britischen Chip-Designer ARM entwickelt wurde und von Texas Instruments produziert wird. Bislang hatte Palm die Chip-Familie "Dragonball" von Motorola verwendet. Die ARM-Chips sind deutlich leistungsfähiger als die betagte "Dragonball"-Familie. Außerdem setzt Palm in dem Farb-PDA erstmals das rundum erneuerte Betriebssystem Palm OS 5.0 ein. Zudem unterstützt "Tungsten" ohne Zusatzkarten die in Europa entwickelte Kurzstreckenfunk-Technologie Bluetooth, mit der man den Taschencomputer etwa mit einem Handy koppeln kann.

Die Nachfrageschwäche bei den Palm-Taschencomputern und der steigende Marktanteil der PDAs verschiedener Hersteller wie HP, Toshiba und Siemens mit dem Microsoft-System "Pocket*PC" hatte in den vergangenen Monaten die Aktie von Palm Inc. nach unten getrieben. Seit dem Höchststand von übe 95 Dollar im Frühjahr 2000 fiel der Kurs auf zuletzt 0,60 Dollar. Palm hält schätzungsweise einen Marktanteil von knapp 60 Prozent.

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