Kleiner Rundgang durch die Messehallen
Die Branche trifft sich auf der Cebit

ap FRANKFURT. Rund 780 000 Besucher erwartet die Computermesse Cebit vom 22. bis 28. März. Wer sich auf den Messestress einlassen will, sollte sich vorher über seine Ziele im Klaren sein. Bei einer reinen Ausstellungsfläche von 422 109 Quadratmetern - das sind rund 40 Fußballfelder - müssen einfach Schwerpunkte gesetzt werden.

Die Renommier-Halle 1 am Nordeingang bietet das traditionelle Stelldichein der großen Hardware-Konzerne. Hier findet man neben den aktuellen Angeboten von IBM (Stand-Nr.: 5d2), Hewlett-Packard (5d4), Compaq (4h2), Fujitsu Siemens (5e2) oder Sun Microsystems (8a2) auch eine Sonderausstellung zur Funktechnik Bluetooth für die unkomplizierte und schnelle Verbindung elektronischer Geräte. Am Stand 5d4 der Halle 1 zeigen 25 Aussteller aktuelle Einsatzmöglichkeiten der Bluetooth-Technik. Besucher können hier selbst ausprobieren, wie zum Beispiel Daten vom PC zum Handy übertragen werden. Die hoch gelobte Drahtlos-Technik muss auch in Halle 13 ihre Leistungsfähigkeit beweisen - dort soll das größte Bluetooth-Netz der Welt zu bewundern sein.

Während in der Halle 1 eher die Hochleistungsrechner für den dicken Geldbeutel gezeigt werden, fühlt sich der Privatanwender in Halle 13 zu Hause: Hier haben sich die Aussteller dem "Personal Computing" verschrieben, wobei der Schwerpunkt auf Notebooks und mobilen Kleincomputern liegt, also den "Personal Digital Assistants" (PDA) wie Palm (D07) oder Psion (C51).

Die kleine, aber besonders elegante Halle 2 ist wieder den führenden Software-Häusern wie Microsoft (D02), SAP (C02) oder Corel (C28) gewidmet. Die schon lange gesuchte Speziallösung für eine ganz bestimmte Aufgabe findet sich aber vielleicht eher im Software-Zentrum Mittelstand in Halle 4, wo rund 250 Aussteller die Vorzüge ihrer mehr als 1 000 Anwendungen ins rechte Licht rücken wollen.

Wer gezielt nach den kleinen und besonders smarten IT-Firmen sucht, sollte in Halle 6 durch den "Internet-Park" schlendern - hier haben sich mehr als 100 Unternehmen zusammengetan, die verschiedenste Internet-Dienstleistungen von Avataren - das sind virtuelle Gestalten mit mal nützlichen, mal unterhaltsamen Eigenschaften - bis zur Community für Webmaster anbieten.

Linux-Freaks kommen gleich in zwei Sonderausstellungen auf ihre Kosten: In Halle 6, Stand F20 werden neue Software-Lösungen für das alternative Betriebssystem vorgestellt, und in Halle 3, C57 geht es um Hardware mit Linux. Wer gezielt den Europa-Marktführer SuSE aufsuchen will, muss Halle 3, E45 ansteuern.

Drucker gibt es in der Halle 7, Monitore vor allem in Halle 12, wo es daneben auch um die so genannten Massenspeicher geht - hier stehen besonders die verschiedenen DVD-Formate im Blickpunkt. Liebhaber der digitalen Fotografie sollten den Hallen 1 und 9 einen Besuch abstatten; in Halle 9 könnte es allerdings etwas lauter werden, da hier auch die Anbieter von Soundkarten eine Heimstatt gefunden haben.

Telekommunikation mit Luftballon-Handys

Der Schwerpunkt Telekommunikation beginnt in den Hallen 14 und 15 mit Modems, ISDN-Systemen und Angeboten zur Internet-Telefonie. Angebote zum klassischen Telefonieren im Festnetz werden in Halle 17 gezeigt. Die auf der Cebit bisher immer allgegenwärtigen Luftballon-Handys kommen vor allem aus dem Westeingang. Dort, in den Hallen 25 und 26 sowie in den Pavillons südlich der Halle 26, stellen die Mobilfunkanbieter und Gerätehersteller ihre Dienstleistungen und Produkte vor, wobei sich alles um die neuen Übertragungsstandards GPRS und UMTS drehen wird. Die Deutsche Telekom ist unter anderem in Halle 26, A01, der jetzt zu Vodafone gehörende Kontrahent Mannesmann Mobilfunk im Pavillon 35, A01, zu finden. Ob die UMTS-Handys ab Mitte nächsten Jahres von den Verbrauchern angenommen werden, wird nicht zuletzt von der Preisgestaltung entschieden - hier darf man für die Mobilfunkangebote während der Cebit wieder mit Neuigkeiten rechnen.

Wer zu denen gehört, die schon viel zu lange auf die Einrichtung ihres TDSL-Anschlusses durch die Deutsche Telekom warten, kann sich die Zeit damit vertreiben, auf der DSL-Börse in Halle 6 (Stand H32) alles über diese Datenübertragungstechnik zu erfahren - oder sich nach möglichen Alternativen umschauen: Im Powerline-Zentrum der Halle 17 wird gezeigt, wie Sprach- und Datenkommunikation über das Stromnetz abgewickelt werden kann, und in Halle 26 dreht sich alles um die Satellitenschüssel und deren Möglichkeiten zur Datenübertragung.

Wer auf der Suche nach einem Arbeitsplatz in der IT-Branche ist, sollte in der Halle 10 vorbeischauen. Dort gibt es im 5. und 6. Obergeschoss zum zweiten Mal einen "Job Market" mit Vertretern von Unternehmen, Personalvermittlern und Job-Börsen im Internet. Schüler und Studenten können in Halle 16 den Vertretern des Bildungsministeriums (Stand D45) unbequeme Fragen stellen, etwa zur Forschungspolitik oder zu dem neuen, ab Anfang April wirksamen BAföG-Bestimmungen.

Informationen über den Messestandort bestimmter Firmen sammelt man am besten schon vor der Anreise nach Hannover im Internet - der Online-Messekatalog ist recht einfach zu nutzen, wenn der Name der gesuchten Firma bekannt ist. Die vollständige Liste aller 8 015 Aussteller lässt sich zusammen mit Hallenplänen und Veranstaltungshinweisen aber auch auf den PDA herunterladen. Der Cebit-Veranstalter, die Deutsche Messe AG, hält diesen kostenlosen "Mobile Fair Guide" zum Download im Internet bereit, wobei der PDA entweder über das Palm-Betriebssystem oder Windows CE verfügen sollte. Auf der Messe selbst kann der mobile Messeführer an vier "Datentankstellen" bezogen werden: an den Eingängen Nord 2 und Ost 2, in der Halle 13 am Stand B74 sowie im Übergangsbereich der Hallen 16 und 17.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%