Kleines Flugzeug soll Raumstation ISS versorgen: Nasa stellt Pflichtenheft für "Rettungsboot" vor

Kleines Flugzeug soll Raumstation ISS versorgen
Nasa stellt Pflichtenheft für "Rettungsboot" vor

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat Anfang der Woche ihr Pflichtenheft für ein kleines Raumschiff bekannt gegeben, das vor allem als "Rettungsboot" für die ISS dienen soll.

HB/dpa WASHINGTON. "Das neue Weltraumflugzeug wird uns die notwendige Flexibilität bringen, um die ISS-Besatzung sicher ins All zu bringen, sie wieder abzuholen und sie mit Nachschub zu versorgen", sagte der stellvertretende Nasa-Chef Frederick Gregory in Washington. Mit dem Fluggerät, in dem vier Personen Platz finden sollen, müsse die Besatzung der ISS im Notfall schnell und sicher evakuiert werden können.

Nasa-Chef Sean O'Keefe betonte, das neue Raumschiff solle kein Ersatz für die Shuttle sein. Allerdings könnte das "Rettungsboot" die verbliebenen drei Shuttle ein wenig entlasten. Derzeit dient einzig die russische Sojus-Kapsel als Evakuierungsfahrzeug. Das Risiko für die Besatzung sei laut Nasa beim geplanten Flugzeug deutlich geringer als bei der Sojus. Obwohl das geplante Flugzeug kleiner als eine Raumfähre ist, hat es genug Stauraum für Nachschub und Ersatzteile für das ISS-Team.

Die Einsätze sollen künftig in kürzerer Zeit vorbereitet werden als bei den klassischen Raumfähren, bei denen mindestens drei bis vier Monate Vorlaufzeit veranschlagt werden. Das Flugzeug soll mit medizinischen Geräten ausgerüstet werden, mit denen erkranke Besatzungsmitglieder kurzzeitig versorgt werden können. Außerdem müsse das künftige Flugzeug leichter im All zu manövrieren sein als die großen Raumfähren. Gestartet wird das Gerät mit einer Rakete, bei der Landung setzt es wie ein Flugzeug auf dem Boden auf.

Gestartet wurde das Projekt mit dem Namen "Space Launch Initiative (SLI)" bereits vor zwei Jahren im Rahmen einer Neuorganisation der Nasa. Noch in diesem Jahr will die Raumfahrtbehörde die Planungen abschließen, in drei Jahren soll mit dem Bau begonnen werden. 2010 soll das erste Flugzeug ins All starten können. Veranschlagt werden für das Vorhaben 4,8 Mrd. Dollar (4,48 Mrd. Euro) für die kommenden fünf Jahre.

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