Kleinliche Regelauslegungen
Nowitzkis Team verliert zweites Finalspiel

Umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen haben Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks im zweiten Finalspiel der Western Conference aus dem Erfolgs-Rhythmus gebracht. Ohne ihren Headcoach Don Nelson und Assistenztrainer Del Harris, die in der ersten Halbzeit wegen technischer Fouls aus der Halle gewiesenen wurden, mussten die frustrierten Gäste am Mittwoch (Ortszeit) bei den San Antonio Spurs mit 106:119 ihre erste Niederlage hinnehmen.

HB/dpa SAN ANTONIO. Die Auftaktpartie in der Serie "best of seven" hatten die Mavericks bei den Spurs dank ihrer außergewöhnlichen Treffsicherheit bei Freiwürfen mit 113:110 gewonnen. Das dritte Duell der beiden besten Vorrunden- Teams findet am Freitag in Dallas statt.

In der ohnehin aufgeheizten Atmosphäre des SBC Centers sorgten die Referees mit einigen fragwürdigen und kleinlichen Regelauslegungen für zusätzlichen Zündstoff. Leidtragender war in der Anfangsphase Nowitzki. Nach nicht einmal acht Minuten stand der Mavericks-Star bereits mit drei Fouls zu Buche, woraufhin ihn der Cheftrainer für längere Zeit vom Parkett nahm. In der Folge riss der Spielfaden der Mavericks, so dass sie schon frühzeitig nahezu aussichtslos in Rückstand gerieten. Gut zwei Minuten vor Ablauf der ersten Hälfte waren die von Tim Duncan (32 Punkte) und Malik Rose (25) dirigierten Spurs bereits auf 64:36 davongezogen.

Rhythmus war gestört

"Die vielen Foulpfiffe haben unserem Rhythmus natürlich nicht gut getan", stellte Nowitzki verärgert fest. "Wir verloren etwas unsere Beherrschung und haben uns in der ersten Hälfte über jeden Pfiff beschwert. Wir hätten die Ruhe bewahren müssen und unser Spiel für uns sprechen lassen", sagte der gebürtige Würzburger, der mit 23 Punkten hinter Michael Finley (29) zweitbester Mavericks-Werfer war.

Unrühmliche Höhepunkte der Foulpfiff-Arie waren die Herausstellungen von Nelson in der zehnten Minute wegen der Weigerung, sich auf die Bank zu setzen, und von Harris in der 22 Minute wegen Reklamierens. Donnie Nelson, Sohn des Chefcoachs, übernahm daraufhin das Kommando.

Fünf Minuten vor Spielende hatten die Mavericks den Rückstand auf acht Punkte verkürzt (97:105). Doch nicht nur in dieser kritischen Phase zeigte Duncan, weshalb er nun schon in der zweiten Saison hintereinander zum wertvollsten Spieler (MVP) der Liga gewählt wurde.

Duncan wird spielbestimmend

Der 28 Jahre alte Forward nahm eindrucksvoll des Heft des Handelns in die Hand. Erst versenkte er einen Zweier, beim gegnerischen Angriff schnappte er sich den Rebound, dann blockte er einen Nowitzki-Wurf und gab Tony Parker den Pass zum 109:97, womit den aufopferungsvoll kämpfenden Mavericks endgültig der Nerv gezogen war.

"Duncan war grandios", anerkannte Nowitzki. "Jedes Mal, wenn wir dicht rankamen, pflückte er einen grandiosen Rebound oder warf er grandiose Körbe und versetzte sein Team wieder in Schwung." Mit diesem Sieg, meinte Duncan, hätten die Spurs eine echte Ansage gemacht. "Wir reisen voller Zuversicht nach Dallas. Dort werden wir, um beide Spiele zu gewinnen, nichts anderes tun als heute: Gut Defense spielen und punkten", ließ der NBA-Champion von 1999 wissen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%