Kleinwagen in Fernost gefragt
VW bastelt am Billigauto für China

Der Volkswagen-Konzern wird seine Präsenz in China möglicherweise noch ausbauen. Der Wolfsburger Hersteller, im Reich der Mitte die Nummer eins, wird dort möglicherweise noch in diesem Jahr in das boomende Niedrigpreis-Segment einsteigen.

HB/mg PEKING. Das kündigte Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer in einem Gespräch mit dem Handelsblatt am Rande des Pekinger Autosalons "Auto China 2002" an.

In China boomt der Markt für Billigautos, die weniger als etwa 14 000 Euro kosten. In diesem Segment jedoch hat VW bisher nichts zu bieten. In die Lücke sind unter anderem amerikanische und japanische Hersteller gestoßen. Deshalb ging der Marktanteil des größten europäischen Automobilherstellers bereits von 51 auf 47 % zurück. "Wir nehmen das sehr ernst und überlegen Alternativen", sagte Büchelhofer dem Handelsblatt. Es könne womöglich noch in diesem Jahr eine Entscheidung fallen. Bislang kleinstes in Fernost verkauftes VW-Modell ist der Polo, der aber deutlich mehr als 14 000 Euro kostet. Als Alternative käme nun der VW-Lupo in Frage.

Auf einen Preiskampf, den die Konkurrenten nach dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation WTO seit Dezember austragen, will sich Volkswagen nach Worten Büchelhofers nicht einlassen: "Wir sind nicht bereit, Schnäppchenpolitik zu machen." Der chinesische Markt ist in den vergangenen Jahren zwar nicht so stark gewachsen, wie zunächst erwartet, gilt aber dennoch als eine der Wachstumsregionen und ist entsprechend heiß umkämpft.

Quelle: Handelsblatt

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