Klestil unverletzt
Liebeskummer: Österreicher rammt Präsidenten-Konvoi

Aus Liebeskummer hat ein lebensmüder 32-Jähriger den Konvoi des österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil gerammt. Der Mann habe Selbstmord begehen wollen, berichteten Zeitungen in Wien am Mittwoch. Klestil (69) blieb unverletzt, der Täter und ein Sicherheitsbeamter erlitten leichte Verletzungen.

dpa WIEN. Der Zwischenfall ereignete sich am Dienstagnachmittag auf der Wiener Ringstraße. Der Konvoi mit zwei Polizeimotorrädern, der gepanzerten Präsidentenlimousine, einem zivilen Begleit- und einem Polizeiwagen war zum Amtssitz Klestils in der Wiener Hofburg unterwegs. Plötzlich machte das Auto des Österreichers eine 90-Grad- Kurve, raste über mehrere Fahrspuren hinweg auf den Konvoi zu und prallte schließlich gegen die Fahrertür des Begleitfahrzeuges hinter Klestil.

Während der Präsident umgehend in seinem gepanzerten Dienstwagen in Sicherheit gebracht wurde, versuchte der Täter zu flüchten. Die Polizei konnte den Mann jedoch nach wenigen Metern stellen. "Als wir ausgestiegen sind, hat der Amokfahrer nur wirres Zeug geredet", zitierte die "Kronenzeitung" einen Sicherheitsbeamten. Bei der Vernehmung gab der Täter an, er habe sich auf diese spektakuläre Weise umbringen wollen, weil ihn seine Freundin verlassen habe. Er wurde in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.

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