Klimatisierter Sportschuh
Adidas setzt weiter auf Nordamerika

Der Sportartikelhersteller Adidas Salomon sieht bei den Aufträgen aus Nordamerika eine Fortsetzung des positiven Trends aus dem ersten Quartal.

Reuters FRANKFURT. "Der Trend, den wir in Nordamerika im ersten Quartal gesehen haben, hält definitiv weiter an", sagte der Finanzchef des weltweit zweitgrößten Sportartikelherstellers, Robin Stalker, am Donnerstag auf einer Investorenkonferenz in Frankfurt. Auch in Europa steige die Nachfrage. Im ersten Quartal hatte Adidas beim Auftragseingang währungsneutral einen Zuwachs von neun Prozent verzeichnet. Dies sei die höchste Wachstumsrate in den vergangenen drei Jahren gewesen, sagte Stalker.

Adidas hat wegen stetig schrumpfender Umsätze in Nordamerika fast zwei Jahre an einer Neupositionierung in dem wichtigsten Sportartikelmarkt der Welt gearbeitet. Dabei setzt der Konzern auf neue Produkte wie den klimatisierten Sportschuh "Climate Cool" und eine neue Version des Basketballschuhs "Kobe".

Stalker bekräftigte nochmals das Ziel, im laufenden Jahr den Umsatz in Nordamerika prozentual zweistellig steigern zu wollen. Auch an den Prognosen für das Gesamtjahr hielt der Finanzchef fest. Demnach soll der Umsatz 2002 mindestens fünf Prozent, der Gewinn je Aktie um fünf bis zehn Prozent wachsen.

Positive Effekte durch stärkeren Euro werden erwartet

Von dem derzeitigen Kursanstieg des Euro könne Adidas profitieren, weil der Konzern viele seiner Produkte in Asien produziere, wo in Dollar abgerechnet werde, sagte Stalker weiter. "Wir hoffen, dass wir einer der Profiteure der Stärke des Euro sein werden." Auf Grund der im Unternehmen vorgenommenen Währungsabsicherungen sei jedoch noch nicht im laufenden Jahr mit Auswirkungen zu rechnen. Positive Effekte aus einem stärkeren Euro seien aber für die zweite Jahreshälfte 2003 zu erwarten.

Von der laufenden Fußballweltmeisterschaft in Japan und Südkorea erhofft sich Adidas, einer der größten Sponsoren der Spiele, außerdem positive Effekte für den Umsatz in Asien. "Wir sind sehr erfreut über die Effekte der Fußballweltmeisterschaft auf Asien", sagte der Finanzchef. Konkrete Zahlen nannte er aber nicht. Adidas hatte nach früheren Angaben rund 40 Millionen Euro in die WM investiert, um die Marke Adidas auf Wachstumsmärkten wie Asien bekannter zu machen. Insgesamt zehn Mannschaften spielen in den dreistreifigen Fußballschuhen, darunter die DFB-Auswahl von Rudi Völler. Die ebenfalls gesponsorte Elf von Weltmeister Frankreich schied allerdings bereits in der Vorrunde aus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%