Klimawandel
Der Ozean schlägt zurück: Land unter beim Olympischen Komitee

Sportler aus Tonga oder den Marshall-Inseln sind nicht sonderlich erfolgreich. Aber sie sorgen für die exotische Würze bei den Olympischen Spielen. Doch der Anstieg des Meeresspiegels bedroht die Existenz nationaler Komitees.

HB PEKING.Maama Lolohea ist am Ziel seiner Träume. Zwar wurde der Gewichtheber von der Insel Tonga in Peking letzter seiner Klasse. Dennoch meint der 40-Jährige: "Es war eine großartige Erfahrung." Ähnlich könnte die Bilanz vom Taekwondo-Kämpfer Anju Jason (20) ausfallen, der sich als erster Sportler der Marshall-Inseln für die Spiele qualifizierte und heute antritt.

Sie gehören zu den Athleten, die für die exotische Würze bei den Spielen sorgen. In ihnen manifestiert sich die olympische Folklore am reinsten, die Vorstellung vom großen Sommercamp des Weltfriedens. Und sie verkörpern die symbolische Macht des IOC, die bei diesen Spielen häufig attackiert wurde: Entgegen anders lautender Vereinbarungen wird das Internet zensiert. Und der Kaukasus-Konflikt missachtete die Idee des Olympischen Friedens.

Als IOC-Präsident Jaques Rogge gefragt wurde, was er von der Verletzung der territorialen Integrität Georgiens in Anbetracht der olympische Friedensidee hielte, war ihm die Ratlosigkeit anzumerken. Was war schon davon zu halten? Zwar hätte er entgegnen können, dass bereits in der Antike das Friedensabkommen häufiger verletzt wurde. Aber die griechischen Stämme waren nicht das Internationale Olympische Komitee, das wiederum 205 Nationale Komitees (NOK) unter sich vereinigt. Die vereinten Nationen zählen derzeit 192 Mitglieder. Und trotzdem ist die faktische Macht des IOC beschränkt und eher gestischer Natur.

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