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Klinsmann entscheidet weiter konsequent

Bundestrainer Jürgen Klinsmann will an seinen konsequenten Führungsstil auch nach der Trennung von Sepp Maier festhalten und wird auch künftig nicht vor unpopulären Maßnahmen zurück schrecken.

dpa MÜNCHEN. Bundestrainer Jürgen Klinsmann will an seinen konsequenten Führungsstil auch nach der Trennung von Sepp Maier festhalten und wird auch künftig nicht vor unpopulären Maßnahmen zurück schrecken.

Der 40-Jährige darf dabei auch in Zukunft auf die "volle Unterstützung" des FC Bayern München bauen, wie Karl-Heinz Rummenigge versicherte: "Seine Aufgabe ist, die Nationalmannschaft auf einen erfolgreichen Weg zu führen, und diese Aufgabe hat er in der ersten Phase gut erfüllt. Er macht alles richtig", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters der "Welt am Sonntag".

"Ich werde auch in Zukunft Entscheidungen treffen müssen, die nicht bei allen auf Zuspruch treffen werden", sagte Klinsmann im ZDF -"Sportstudio". Oberste Prämisse sei für ihn ein erfolgreiches Abschneiden bei der Weltmeisterschaft: "Ich muss immer an das Endziel denken. Das ist der Juni 2006, wenn es los geht in der WM. Ich stehe in der Verantwortung für eine riesige Aufgabe. Die erfüllt mich mit sehr viel Ehre, setzt mich aber auch unter großen Druck", verdeutlichte Klinsmann.

Entscheidend sei, eine Nationalmannschaft aufzubauen, "in der sich alle Spieler bestmöglich und fair behandelt fühlen". Im zuletzt erneut eskalierten Torhüterstreit zwischen Jens Lehmann und Oliver Kahn sei das mit Sepp Maier als Torwarttrainer nicht mehr möglich gewesen, weil dieser sich eindeutig pro Kahn positioniert hatte. "Wir müssen aber beiden Torhütern eine offene und faire Chance geben und dann neutral entscheiden, wer der Bessere ist", bemerkte Klinsmann. Der Bundestrainer wies auch die Kritik an der Form der Trennung von Maier in der Nacht nach dem Länderspiel in Iran (2:0) zurück. "Es war stilvoll, wie wir das gemacht haben", meinte Klinsmann.

Nachdem Bayern-Manager Uli Hoeneß die geplante Verpflichtung von Andreas Köpke als neuem Bundestorwart-Trainer kritisch kommentiert hatte, trat Rummenigge in Widerspruch zu seinem Vorstandskollegen. "Es ist keine Vetternwirtschaft", sagte der Bayern-Chef. Zwar habe sich Köpke in der Vergangenheit "einige Male nicht glücklich" über seinen einstigen Torhüter-Konkurrenten Kahn geäußert. "Aber das sehe ich nicht als riesengroßes Problem an", meinte Rummenigge.

Auch die Trennung von Maier, der beim FC Bayern weiterhin als Torwarttrainer tätig ist, nannte er nachvollziehbar angesichts dessen klarem Votum pro Kahn. "Wir im Verein haben Sepp Maier gewarnt", so Rummenigge. Klinsmann erhalte vom Rekordmeister weiterhin absolute Rückendeckung: "Ich sehe keinen Grund, dass wir etwas in Frage stellen. Was er im Moment macht, ist sein Job."

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