Klinsmanns Lächeln war ein anderes als das der vergangenen fünf Tage in Berlin
Ein Schritt nach vorn

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beweist gegen Brasilien, dass sie mit den großen Teams wieder mithalten kann.

BERLIN. Als sich Jürgen Klinsmann nachts um zwei im Hotelrestaurant von seiner Mannschaft verabschiedet hatte, ließ er sich von seinem Assistenztrainer Joachim Löw die Videokassette vom Spiel gegen Brasilien zustecken. Klinsmanns Lächeln war ein anderes als das der vergangenen fünf Tage in Berlin. Es war ein Lächeln aus seinem tiefen Inneren heraus. "Wir haben heute ein Gespür dafür bekommen, was wir leisten können", sagte der Bundestrainer.

Schließlich drang ein lautes Lachen von nebenan herüber. Das Lachen gehörte Michael Ballack. Im Spiel gegen den fünfmaligen Weltmeister hatte Europas torgefährlichster Mittelfeldspieler nicht die großen Szenen, fiel eher auf im Bemühen, das 1:1 über die Zeit zu bringen. Vermutlich steckte ihm auch schon die Angina in den Knochen, mit der er gestern nach München zurückflog. Er hat Bettruhe verordnet bekommen. Was Ballack vielmehr am Mittwoch zufrieden gemacht haben dürfte, formulierte er so: "Wir können mit den großen Gegnern mithalten."

Korrekterweise hätte Ballack seinen Satz um das Wörtchen "wieder" anreichern müssen. Fast vier Jahre lang wartet die deutsche Nationalelf auf einen Erfolg über eine Mannschaft aus den Top-Ten der Weltrangliste. "Uns ist zwar kein Sieg gelungen, aber das war heute ein ganz wichtiger Baustein auf dem Weg bis zur WM 2006", sagte Klinsmann. Das 1:1 gegen Brasilien ließe hoffen, "dass wir auf dem richtigen Weg sind".

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