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Klöckner-Werke erwarten Gewinnrückgang

Die Klöckner-Werke AG hat in den ersten neun Monaten des seit Oktober laufenden Geschäftsjahres 2000/01 nach Steuern ein höheres Ergebnis erwirtschaftet, operativ konnte das Vorjahresergebnis allerdings nicht erreicht werden.

rtr DUISBURG. Die Klöckner-Werke AG hat in den ersten neun Monaten des seit Oktober laufenden Geschäftsjahres 2000/01 nach Steuern ein höheres Ergebnis erwirtschaftet, erwartet aber im vierten Quartal einen Gewinnrückgang. Der seit Anfang des Jahres mehrheitlich zur WCM gehörende Duisburger Maschinen- und Anlagenbauer teilte am Freitag mit, im Berichtszeitraum sei ein Überschuss von 45 (Vorjahr 42) Mill. ? angefallen. Operativ habe aber mit 71 (75) Mill. ? das Vorjahresergebnis nicht erreicht werden können. Der Umsatz wurde mit 1,4 (1,35) Mrd. ? beziffert. Der Konzern spüre zunehmend die Abschwächung der Konjunktur und erwarte im vierten Quartal einen geringeren Gewinn als in den Quartalen zuvor, kündigte Klöckner an.

Wachstumsträger sei unverändert das Foliengeschäft gewesen , wenngleich in dieser Sparte das operative Ergebnis mit 80,3 (81,6) Mill. ? der Vorjahreswert nicht erreicht worden sei. Die Verpackungstechnik habe sich erfreulich verbessert, während in der Abfülltechnik ein Verlust von 1,4 (plus 10,6) Mill. ? angefallen sei, hieß es weiter. Zunehmend spüre der Konzern die Konjunkturflaute und habe im dritten Quartal weniger Aufträge hereingeholt als zuvor. Insgesamt verzeichnete Klöckner einen Auftragseingang von knapp 1,5 (1,4) Mrd. ?.

Im Geschäftsjahr 1999/2000 hatte der Traditionskonzern bei einem Umsatz von 1,8 Mrd. ? einen Überschuss von 67 Mill. ? ausgewiesen und operativ ein Ergebnis von 115 Mill. ?. Früheren Angaben zufolge erwartet Klöckner 2000/01 ein über dem Vorjahr liegendes operatives Ergebnis.

Anfang des Jahres übernahm die Frankfurter WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG mehr als 80 % an Klöckner und verwarf den angekündigten Konzernumbau. Der ehemalige Vorstand des Traditionskonzerns hatte im November vergangenes Jahres überraschend den Verkauf der Abfüll- und Verpackungstechnik angekündigt. das Foliengeschäft sollte einziges Standbein des ehemaligen Stahlunternehmens werden. Der neue Mehrheitsaktionär, der mit WCM-Vorstandssprecher Roland Flach nun als Klöckner-Aufsichtsratschef die Geschicke des Konzerns leitet, beschloss, die Abfüll- und Verpackungstechnik im Verbund zu belassen. Vielmehr steht die Foliensparte zum Verkauf, wenngleich WCM und Klöckner derzeit versichern, zunächst würden alle Optionen geprüft. WCM hatte zuletzt angekündigt, sich von einigen größeren Beteiligungen wie etwa die IVG und Maternus-Kliniken trennen zu wollen, um neue Akquisitionen realisieren zu können.

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