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Klöckner-Werke verkauft Pentaplast

Die Klöckner-Werke AG, Duisburg, und Cinven, einer der führenden europäischen Finanzinvestoren, haben einen Vertrag über den Verkauf der Klöckner-Pentaplast-Gruppe unterzeichnet.

Reuters DUISBURG. Die Duisburger Klöckner-Werke AG verkauft ihr in der Pentaplast gebündeltes Foliengeschäft an den britischen Finanzinvestor Cinven. Der Kaufpreis betrage 925 Mill. Euro auf schuldenfreier Basis und werde steuerfrei vereinnahmt, teilte Klöckner am Montag mit. Ein entsprechender Vertrag sei bereits unterzeichnet worden. Klöckner-Mehrheitsaktionär WCM kündigte an, die aus dem Verkauf zufließenden Mittel würden für Akquisitionen genutzt. Das durch die Veräußerung um rund eine Milliarde Mark angestiegene Eigenkapital von Klöckner werde sich durch weitere Maßnahmen in diesem Jahr nochmals erhöhen. Nähere Angaben machte WCM dazu zunächst nicht.

Der Verkauf stehe unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Behörden, den Aufsichtsrat sowie die Klöckner-Hauptversammlung, die für den 14. Dezember einberufen werden solle, teilte Klöckner weiter mit. Cinven werde den weiteren Ausbau des Foliengeschäftes vorantreiben. Entlassungen werde es nicht geben.

In dem zum 30. September abgelaufenen Geschäftsjahr setzte Pentaplast den Angaben zufolge mit rund 3100 Mitarbeitern etwa 870 (Vorjahr: 787) Mill. Euro um. Cinven wurde 1977 in London gegründet und hat den Angaben zufolge seit 1995 80 bedeutende Beteiligungstransaktionen mit einem Gesamtwert von 20 Mrd. Euro realisiert.

Ursprünglich hatte sich die im MDax gelistete Klöckner-Werke AG auf ihr ertragreiches Foliengeschäft konzentrieren und die Abfüll- und Verpackungstechnik verkaufen wollen. Nach der Übernahme von 82 % durch die Frankfurter WCM Beteilungs- und Grundbesitz AG Anfang des Jahres wurde die Unternehmenstrategie aber verworfen. Vielmehr soll nun die Abfüll- und Verpackungstechnik im Konzern bleiben und durch Zukäufe verstärkt werden.

Klöckner erwirtschaftete im Geschäftsjahr 1999/2000 bei einem Außenumsatz von 1,8 Mrd. Euro einen Überschuss von 67 Mill. Euro und ein operatives Ergebnis von 115 Mill. Euro. Die Aktionäre erhielten eine Dividende von 0,60 Euro. Früheren Angaben zufolge erwartete Klöckner für das abgelaufene Geschäftsjahr 2000/01 ein über dem Vorjahr liegendes operatives Ergebnis.

Die Klöckner-Aktien stiegen am Montag im frühen Handel in einem freundlichen Marktumfeld um 0,5 % auf 20 Euro. Die ebenfalls im MDax notierten WCM-Papiere tendierten mit 12,97 Euro um 1,65 % fester.

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