Klöden contra Zabel
Team T-Mobile ist sich nicht grün

Ein dunkler Stimmungs-Schatten liegt über dem Team T-Mobile bei der diesjährigen Tour: Erst bringen einige Helfer von Kapiän Jan Ullrich nicht die Leistung, die von ihnen erwartet wurde. Dann ist mit Matthias Kessler ein wichtiger Helfer ganz ausgefallen. Und zu guter Letzt bahnt sich ein neuer Streit an.
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SAINT-FLOUR. Eigentlich hätte das Team T-Mobile also zufrieden sein können. Doch die Stimmung am Mannschaftsbus, der in einer engen Gasse des mittelalterlichen Städtchens Saint-Flour parkte, war schlecht. Klöden gab selbstbewusst ein Interview, während fünf Meter weiter Zabel im durchgeschwitzten Unterhemd heftig mit der Mannschaftsführung debattierte.

Offensichtlich hatte es ihm nicht gefallen, dass der eigene Mannschaftskamerad ihm zwei Punkte im Kampf um das Grüne Trikot abgenommen hatte, in dessen Wertung er nun auf Rang zwei liegt. Die beiden Adressaten seines Zorns, der Sportliche Leiter Mario Kummer und Teamchef Walter Godefroot, wollten sich zum Inhalt des erhitzten Gespräches nicht im Detail äußern, Zabel blieb bis zur Abfahrt im klimatisierten Bus sitzen.

Godefroot ließ immerhin durchblicken, dass es wohl ein Missverständnis zwischen beiden Fahrern gegeben habe, dass es zu klären gelte. Wahrscheinlich ist jedoch, dass Klöden, einer der engsten Vertrauten von Ullrich, Zabel gegenüber etwas klar stellen wollte. Ob auf Anweisung oder nicht - Zabel sollte spüren, dass es bei T-Mobile in diesem Jahr einzig und alleine um den Sieg von Ullrich geht. Godefroot selbst hatte bereits am Wochenende klargestellt, dass die Mannschaft aus einem Kapitän und acht Helfern bestehe. Die Botschaft ist nach der gestrigen Etappe wohl bei Zabel angekommen.

Lange nach Zabel und Klöden kam gestern Matthias Kessler ins Ziel, der in der Anfahrt vom Puy Mary in einer Kurve gestürzt war. Es war bereits der fünfte Sturz des Franken bei dieser Tour und diesmal sah es bös aus: Er prallte mit der Seite gegen einen Holzpfahl am Straßenrand. Er rettete sich unter Schmerzen bis nach Saint-Flour, wo ihn Mannschaftsarzt Lothar Heinrich in Empfang nahm und sofort in das örtliche Krankenhaus brachte.

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