Klöden verdrängt Basso
Armstrong gewinnt Tour-Zeitfahren

Lance Armstrong hat die 19. und vorletzte Etappe der Tour de France gewonnen. Beim Einzel-Zeitfahren über 55 Kilometer verdrängte T-Mobile-Profi Andreas Klöden den Italiener Ivan Basso vom zweiten Platz in der Gesamtwertung.

HB BERLIN.

Auf der 19. und vorletzten Etappe der Tour de France hat Andreas Klöden im Schatten von Lance Armstrong und Jan Ullrich seine Chance genutzt. Der Rad-Profi des Team T-Mobile fuhr beim Einzel-Zeitfahren über 55 Kilometer die drittschnellste Zeit heraus und verdrängte in der Gesamtwertung den Italiener Ivan Basso (Team CSC) vom zweiten Platz. Klöden fährt damit einem Podestplatz auf dem Champs-Elysees und damit dem größten Erfolg seiner Karriere entgegen. Armstrong fuhr den fünften Tageserfolg bei der diesjährigen Tour ein und verwies T-Mobile-Kapitän Ullrich mit einem Vorsprung von 61 Sekunden auf den zweiten Platz.

«Das ist sensationell. Davon habe ich nie zu träumen gewagt», freute sich Klöden im Ziel. Nach seiner Fahrt zeigte die Uhr ein Plus von 1:27 Minuten auf den Tagessieger an. Basso brauchte 1:23 Minuten länger und wurde Sechster, sein Teamkollege Jens Voigt kam hinter ihm als Siebter an. Für Armstrong ist der sechste Tour-Erfolg somit zum greifen nah. «Es gibt noch einen Tag, ich darf nicht stürzen. Wie ich mich beim sechsten Sieg fühlen werde, weiß ich noch nicht», sagte der Texaner.

Der künftige Rekordhalter hat als Träger des Gelben Trikots im Gesamtklassement nun einen Vorsprung von 6:38 Minuten auf Klöden und 6:59 auf Bassso. Ullrich belegt 9:09 Minuten zurück den vierten Platz, Siebter ist Georg Totschnig (18:46) vom Team Gerolsteiner. Armstrong demonstrierte beim längsten Einzelzeitfahren der letzten Jahre von Beginn an seine Stärke und fuhr auf den ersten 18 Kilometern schon einen Vorsprung von 43 Sekunden auf Ullrich heraus.

T-Mobile-Teamchef Walter Godefroot freute sich sichtlich über die Leistung Klödens, der vor dem Zeitfahren noch einen Rückstand von 1:02 Minuten auf Basso hatte: «Das war klasse. Aber vor der Tour war es nicht realistisch, ihn als Kapitän ins Rennen zu schicken.» Auch «Ausreißer-König» Voigt stellte erneut seine gute Form unter Beweis. «Ich wollte mich noch um einige Positionen verbessern,» sagte der gebürtige Mecklenburger nach seiner guten Zeit von 1:10:08 Stunden.

Erik Zabel schonte sich nicht für die abschließende Etappe und gewann sogar das Duell mit seinem Zimmer-Kollegen Rolf Aldag. Der zeigte sich auch nicht unzufrieden und zog schon einmal eine kleine Gesamtbilanz. «Heute wollte ich nur im Zeitlimit bleiben, damit ich nach Paris fahren darf. Es hat wieder Spass gemacht», so der zehnfache Tour-Teilnehmer aus Westfalen.

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