Klose erwartet stärkeres internationales Auftreten der USA
Unterschiedliche Einschätzungen über künftige US-Außenpolitik

afp BERLIN. Unter deutschen Außenpolitikern gibt es unterschiedliche Einschätzungen darüber, wie sich die US-Außenpolitik unter dem künftigen Präsidenten George W. Bush entwickeln wird. Während der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Hans-Ulrich Klose (SPD), am Montagabend im Sender n-tv die Erwartung äußerte, dass die USA künftig "ihre Weltmachtstellung noch deutlicher akzentuieren" werden, rechnet der frühere Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) mit einem insgesamt zurückhaltenderen Kurs der USA.

Klose äußerte in der n-tv-Sendung "Maischberger" die Erwartung, dass es keine grundsätzliche Wende in der US-Außenpolitik geben werde: "Es wird keinen Bruch geben". Bush werde nicht anders können, als die traditionelle außenpolitische Rolle seines Landes fortzuführen. Allerdings rechnet Klose damit, dass die USA unter Bush "ihren Führungsanspruch noch klarer herausstellen".

Rühe mutmaßte indessen, dass die USA künftig einen vorsichtigeren Kurs einschlagen könnten, der militärische Interventionen nur noch in begründeten Notfällen vorsehe. Europa werde künftig einen großen Teil der Schaffung von Sicherheit auf dem Kontinent "selbst schultern müssen".

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