Knapp sieben Prozent Minus
AUA-Verkehrszahlen werden gedrückt

Der Irak-Krieg und das Auftreten der Lungenkrankheit SARS haben sich im April weiterhin auf die Verkehrszahlen der Austrian Airlines AG ausgewirkt.

Reuters WIEN. Nach den am Montag vorgelegten Zahlen der AUA seien im April 2003 in der Gruppe - inklusive Tyrolean Airways und Lauda Air - mit 638.581 Passagieren um 7,8 Prozent weniger befördert worden als im Vorjahreszeitraum, teilte die AUA mit. Im Linienverkehr habe sich im April ein Rückgang um 12,8 Prozent auf 534.000 Passagiere ergeben. Die Zahl der Charterpassagiere habe hingegen um 29,2 Prozent auf 105.000 zugelegt.

Die durchschnittliche Sitzauslastung habe sich im April im Linienverkehr um 6,9 Prozentpunkte auf 62,7 Prozent verringert, wobei die gesamte Durschnittsauslastung 64,5 Prozent betragen habe. Im Charterverkehr habe der Passagierladefaktor einen Rückgang von 5,6 Prozentpunkte auf 73,2 Prozent verzeichnet. Die AUA hatte im April und Mai die Kapazität als Reaktion auf den Nachfragerückgang, bedingt durch den Irak-Krieg und SARS, um rund zehn Prozent gekürzt und für den Juni eine Kürzung in ähnlicher Größenordnung angekündigt.

Früheren Angaben zufolge erwartet AUA-Vorstandsvorsitzender Vagn Sörensen, dass sich die Kapazität über das Gesamtjahr rund um minus fünf Prozent einpendeln werde. Voraussetzung dafür sei aber eine erhoffte Erholung in der Branche, die die starken Kapazitätsrücknahmen in den ersten Quartalen dämpfen sollen.

Das kumulierte Verkehrsergebnis der ersten vier Monate zeige im Vorjahresvergleich einen durch die verringerte Nachfrage bedingten Beförderungsrückgang von insgesamt 2,3 Prozent auf 2,38 Millionen Passagiere. Im Linienverkehr sei ein Rückgang um 5,9 Prozent auf 2,07 Millionen verzeichnet worden, im Charter indes ein Zuwachs um 30,3 Prozent auf 316 000.

Durch die seit Jahresbeginn 2003 laufend durchgeführten Kapazitätsreduktionen seien die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahresvergleich auf der Linie um 11,6 Prozent angehoben worden, wobei die Zahl der ausgelasteten Passagierkilometer im Linienverkehr um 7,1 Prozent gesteigert werden konnte. Damit habe ein dramatisches Absinken der Durchschnittsauslastung im Linienverkehr in diesem wirtschaftlich äußerst schwierigen Umfeld vermieden werden können.

Der Rückgang des Passagierladefaktors im Linienverkehr betrage in den ersten vier Monaten 2,7 Prozentpunkte auf 64,2 Prozent, im Charter sei ein Rückgang von 5,9 Prozentpunkte auf 77,4 Prozent verbucht worden. Der Passagierladefaktor für die ersten vier Monate sei insgesamt um 2,8 Prozentpunkte auf 66,7 Prozent gesunken.

An der Wiener Börse notierten AUA gegen 1000 MEZ bei 7,40 (7,41) Euro. Seit Jahresanfang haben die Aktien 7,25 Prozent an Wert gewonnen, während der ATX 14,75 Prozent im Plus liegt.

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