Knappe Margen
Steigende Preise für Ferngespräche erwartet

Die Preise für Telefon-Ferngespräche im Inland ziehen nach Ansicht des Telekommunikationsverbandes VATM wieder an.

dpa KÖLN. Nach Worten des Geschäftsführers des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdienste (VATM), Jürgen Grützner, sei der Auslöser dafür das Bestreben der Deutschen Telekom, die Kosten der Wettbewerber in die Höhe zu treiben. So seien unter anderem durch die Inkasso-Regelung Kosten auf die Wettbewerber verlagert worden, sagte er am Freitag in Köln.

Sollte es der Telekom außerdem gelingen, höhere Preise für Durchleitung von Telefonaten der Wettbewerber durch ihre Netze zu erzielen, drohe den Kunden ein noch stärkerer Preisanstieg im Ferngesprächsmarkt. "Der Erfolg der Liberalisierung steht auf dem Spiel", warnte der VATM-Chef. Im Juli hatte das Statistische Bundesamt einen Preisanstieg bei Inlandsferngesprächen von 1,1 % gegenüber dem Vormonat festgestellt.

Gegenwärtig liegen die Telefonpreise aber immer noch auf niedrigem Niveau. Die günstigsten Anbieter verlangen in der Hauptzeit weniger als sechs Pfennig pro Minute, in der Nebenzeit zwischen drei und vier Pfennig. Die Telekom fordert in der Hauptzeit dagegen drei- bis vier Mal so viel. Im Kampf um Marktanteile haben sich die Wettbewerber nach Ansicht von Experten zum großen Teil selbst in die Schwierigkeiten gebracht, indem sie die Tarife so weit absenkten, dass keine oder nur noch knappe Margen übrig blieben.

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