Knappes Rennen zeichnet sich ab
Umfragen: PDS schafft nicht mehr den Wiedereinzug

Drei Wochen vor der Bundestagswahl zeichnet sich mehr und mehr ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Union und SPD ab. In den jüngsten Umfragen von Infratest dimap, Emnid und der Forschungsgruppe Wahlen kann die SPD vor allem Dank des Krisenmanagements der Bundesregierung bei der Hochwasserkatastrophe zum Teil deutlich zur Union aufholen. Verluste muss nach den am Freitag veröffentlichten Ergebnissen dagegen die FDP hinnehmen.

ddp BERLIN. Am deutlichsten fällt der Zugewinn der Koalition bei Infratest dimap aus. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, könnten die Sozialdemokraten mit 39 Prozent der Stimmen rechnen, nach 36 Prozent in der Vorwoche, ermittelte das Institut im Auftrag der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Die SPD liegt damit nur noch 2 Prozentpunkte hinter der Union mit 41 Prozent. Die FDP hingegen verliert 1 Prozentpunkt und kommt wie die Grünen auf 7 Prozent. Die PDS scheitert mit 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.

Die Forschungsgruppe Wahlen sieht die Union mit 39 Prozent unverändert einen Punkt vor der SPD mit nach wie vor 38 Prozent. Allerdings verschlechtert sich die FDP in der Umfrage für das ZDF -"Politbarometer" um einen Punkt auf acht Prozent, während die Grünen mit sieben Prozent konstant bleiben.

PDS fällt unter die Fünf-Prozenthürde

Damit schrumpft bei beiden Instituten der Vorsprung von Schwarz-Gelb vor Rot-Grün auf nur noch zwei Prozentpunkte zusammen. Da die PDS in beiden Umfragen den Sprung in den Bundestag knapp verpasst, hätten Union und FDP aber dennoch jeweils eine knappe parlamentarische Mehrheit.

Bei Emnid liegt Schwarz-Gelb zwar noch ganze 6 Punkte vor der Regierung, allerdings kann die SPD auch hier drei Prozentpunkte zulegen auf nun 37 Prozent. Die Werte von Union (40 Prozent), FDP (9 Prozent) und Grüne (6 Prozent) bleiben in der Umfrage für den Nachrichtensender n-tv unverändert. Die PDS hingegen verliert bei Emnid 2 Punkte und landet ebenfalls mit 4 Prozent unter der Fünf-Prozenthürde.

Schröder im Direktvergleich unangefochten vorn

Bei der Frage, wer das TV-Duell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Unions-Herausforderer Edmund Stoiber (CSU) für sich entscheiden konnte, hat keiner der beiden Kontrahenten die Nase wirklich vorn. 21 Prozent der von der Forschungsgruppe Wahlen Befragten halten Schröder für den Sieger, 20 Prozent Stoiber. 42 Prozent sind hingegen der Meinung, keiner von beiden habe das Duell für sich entscheiden können.

Die Kanzlerfrage entscheidet Schröder aber nach wie vor für sich. 55 Prozent bei der Forschungsgruppe Wahlen und 53 Prozent bei Emnid würden sich für den Amtsinhaber entscheiden. Stoiber würden hingegen nur jeweils 36 Prozent den Vorzug geben.

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