Kniebundhosen und Nummernkonten
Sumo à la Swiss

Die Schweiz - verschwiegene Banken, präzise Uhren, noble Hotels, reichlich Tradition. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Helvetien kann auch ganz schön verrückt sein.

Spießer im Trachtenfrack? Von wegen! Die Street Parade am 9. August hat beinahe eine Million Raver in die Schweiz gelockt - doppelt so viele wie die Love Parade in Berlin: Stundenlang zog ein Zug schriller Techno-Freaks durch Zürich und verwandelte Bahnhofstraße und Bankenmetropole in eine gigantische Partymeile.

Ganz anders das Bild in den Bergen: Tausende von Eidgenossen ziehen jedes Jahr auf die Alm, um dicke Männer im Zweikampf um die Krone des "Schwingerkönigs" anzufeuern - Sumo à la Swiss. Wichtigstes Sommerthema im Wallis sind dagegen die "Ringkuhkämpfe": Wenn schwarze Walliser Kampfkühe um die "Alpenkönigin" gegeneinander antreten, dann zeigen die Schweizer ihr wahres Temperament.

Laptop und Lederhose - das sind die gern gepflegten Klischees der nahen Bayern. Die Eidgenossen hingegen tragen Kniebundhosen und hüten ihre Nummernkonten; sie wohnen in Holzhäusern und wandern mit Fiberglas-Stöcken; sie bauen Alphörner und die besten Uhren der Welt. Kurzum: ein Kontrastprogramm von Modernität, Luxus und Innovation einerseits und reichlich Tradition, Brauchtum und Natur andererseits.

Wo ließe sich das besser ablesen als bei den Top-Adressen der eidgenössischen Hotellerie: An ihrer Spitze steht das Victoria Jungfrau in Interlaken. So begründet das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" dessen neuerliche Wahl zum besten Business-Hotel mit seinem "Mix aus außerordentlicher Beständigkeit und kontinuierlicher Vorwärtsstrategie". Typisch Schweiz eben: Die Luxusherberge paare "klassische Raffinesse mit Modernität". Die "Sonntagszeitung" gar sieht das "Monument der Schweizer Grandhotellerie" auf einem Ehrenplatz in "der Champions League" der besten Häuser der Welt.

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