Kodex für die Zuteilung von Neuemissionen
EU-Börsenaufseher wollen Marktmissbrauch vereint bekämpfen

adx FRANKFURT. Die europäischen Wertpapier-Aufsichtsbehörden wollen Markt-Manipulationen künftig durch eine engere Zusammenarbeit besser bekämpfen. Das sieht ein Empfehlungskatalog des Forum of European Securities Commissions (Fesco) an die EU-Kommission vor, den das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) am Montag in Frankfurt am Main veröffentlichte. Demzufolge soll ein Behörden-Netzwerk eingerichtet werden, mit dem Missbrauchsfälle genauer erfasst und effizienter verfolgt werden können. Bislang werde mit den Insider-Vorschriften nur ein Teilbereich möglicher Manipulationen geregelt und überwacht, bemängelte das BAWe.

Das Fesco-Papier enthält zudem einen europäischen Kodex zur Zuteilung von Aktienemissionen. Dieser schreibt größtmögliche Transparenz für den Anleger vor, ohne die berechtigten wirtschaftlichen Interessen des Emittenten zu vernachlässigen. Außerdem weisen die Fesco-Mitglieder auf den Nutzen und die Risiken so genannter alternativer Handelssysteme hin, die in ihrer Mittelstellung zwischen Finanzdienstleistern und herkömmlichen Börsen aufsichtsrechtlich noch nicht angemessen erfasst seien. "Die gute Zusammenarbeit zwischen den Aufsichtsbehörden in der EU ist der richtige Weg zur Herstellung des europäischen Rechtsrahmens für die Kapitalmärkte", betonte BAWe-Chef Georg Wittich, der zugleich auch Fesco-Präsident ist.

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