Köhler ist "vorsichtig optimistisch" Köhler ist "vorsichtig optimistisch"

IWF-Chef Horst Köhler hat die von Bundeskanzler Gerhard Schröder in der "Agenda 2010" zusammengefassten Sozialreformen als Schritt in die richtige Richtung begrüßt, in der Summe aber als unzureichend bezeichnet.
IWF-Chef Horst Köhler. Foto: dpa

IWF-Chef Horst Köhler. Foto: dpa

HB. DÜSSELDORF. "Aus meiner Sicht gehen die Vorschläge nicht weit genug", sagte Köhler dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Er bemängelte, dass die Finanz-Engpässe in der Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung durch Schröders Programm nicht behoben würden.

Die Situation in Deutschland sei besonders schwierig, weil eine "konjunkturelle Schwäche" mit "tiefgreifenden strukturellen Wachstums-Problemen" zusammentreffe. Der IWF-Chef empfahl nachhaltige Reformen des Arbeits-, Sozial- und Steuersystems. Dadurch könne das strukturelle Haushalts-Defizit mittelfristig "auf Null" gefahren werden.

Insgesamt ist der IWF-Chef "vorsichtig optimistisch" über die Konjunktur-Entwicklung in Deutschland - vorausgesetzt, der Kanzler könne seine "Agenda 2010" ohne größere Abstriche durchsetzen. "Ich sehe derzeit noch keine Veranlassung, die IWF-Vorhersage von 0,5 Prozent Wachstum für dieses Jahr zu ändern."

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