Kölmel-Brüder lassen Frist verstreichen
Kinowelt-Schicksal ungewiss

Die Zukunft des insolventen Kinowelt-Konzerns ist völlig ungewiss. Die Gründer Michael und Rainer Kölmel ließen am Mittwoch eine ultimative Frist des Insolvenzverwalters Wolfgang Ott zur Zahlung des Übernahmepreises von 32 Millionen Euro verstreichen.

HB/dpa MÜNCHEN. Dennoch gehe man davon aus, dass die Übernahme wie vereinbart zu Stande komme, sagte ein beteiligter Kölmel-Geschäftspartner der dpa in München. "Wir haben einen Vertrag und werden ihn umsetzen." Ott hatte angekündigt, wenn der Kaufpreis nicht bis Mittwoch eingehe, wolle er den Kaufvertrag rückgängig machen.

Ursprünglich sollte der Verkauf des Kerngeschäfts an die Kölmels bis Ende Oktober abgeschlossen werden. Allerdings ermittelte die Münchner Staatsanwaltschaft gegen die Kölmel-Brüder wegen Insolvenzverschleppung und Untreue. Michael Kölmel musste vor einigen Wochen für mehrere Tage in Untersuchungshaft, wurde dann aber gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. Daher verzögerte sich das Geschäft.

Die Kölmels und ihre Partner gehen trotz der Drohung Otts nicht davon aus, dass das Geschäft geplatzt ist. "Das ist ein Termin, den sich Herr Ott gewünscht hat", sagte der Geschäftspartner. "Wir sehen das als Aufforderung und Wunsch." Der Termin sei aber nicht Teil des Vertrags. In den vergangenen Tagen habe es keinen Kontakt mit Ott gegeben, man werde aber Gespräche mit dem Insolvenzverwalter über das weitere Verfahren führen.

Das Geschäft sollte maßgeblich von der Sparkasse Leipzig finanziert werden. Dorthin wollten die Brüder auch den Sitz der Firma verlagern. Wenn der Vertrag mit den Kölmel-Brüdern rückgängig gemacht wird, will der Insolvenzverwalter das operative Geschäft in München lassen. Wie das Unternehmen in diesem Fall fortgeführt werden soll, ist völlig offen.

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