Kölmels weiter im Rennen
Poker um Kinowelt

Im Poker um die Übernahme des insolventen Kinowelt-Konzerns sind die Gründer Michael und Rainer Kölmel trotz eines abgelaufenen Ultimatums wieder im Spiel.

HB/dpa FRANKFURT/MÜNCHEN. Die Sparkasse Leipzig signalisierte dem Insolvenzverwalter Wolfgang Ott, dass sie die Kölmels weiterhin unterstützt. Bis zum 4. Dezember wolle er nun in einem Gespräch mit der Sparkasse die Zahlungsmodalitäten klären, teilte Ott am Donnerstag in München mit.

Die Kölmels hatten am Mittwoch die von Ott gesetzte Frist zur Zahlung des Übernahmepreises von 32 Millionen Euro verstreichen lassen. Die Sparkasse Leipzig habe aber schriftlich erklärt, sie sehe keinen Anlass, "von der Begleitung des Kunden Abstand zu nehmen", berichtete Ott. Damit könnte die Übernahme nun doch noch zu Stande kommen. Die Sparkasse soll bei dem Geschäft der Hauptfinanzier der Investorengruppe um die Kölmels sein.

Ursprünglich sollte der Verkauf des Kerngeschäfts an die Kölmels bis Ende Oktober abgeschlossen werden. Allerdings ermittelte die Münchner Staatsanwaltschaft gegen die Kölmel-Brüder wegen Insolvenzverschleppung und Untreue. Michael Kölmel musste vor einigen Wochen für mehrere Tage in Untersuchungshaft, wurde dann aber gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. Wegen der Ermittlungen wurde über einen Rückzug der Sparkasse spekuliert.

Insolvenzverwalter Ott hatte ursprünglich angedroht, den Kaufvertrag rückgängig zu machen, wenn der Preis nicht rechtzeitig bezahlt wird. Die erneute Fristverlängerung kam nun offenbar auch auf Druck der Gläubiger zu Stande. Es gebe schließlich praktisch keine Alternativen zu den Kölmels, hieß es am Donnerstag bei einer Gläubigerbank.

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