Köln/Bonn keine Gefahr für Ryanair-Basis Hahn
Ryanair-Chef: 150 neue Flugzeuge reichen nicht aus

Die vom irischen Billigflieger Ryanair georderten 150 Flugzeuge werden nach Aussagen ihres Chefs Michael O'Leary den wachsenden Bedarf nicht mehr decken.

HB/dpa BERGAMO. Angesichts der erwarteten stürmischen Expansion in den kommenden zehn Jahren werde die Gesellschaft in dieser Zeit noch mehr Flugzeuge vom Typ Boeing 737- 800 erwerben, sagte O'Leary in Bergamo bei Mailand im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Wir verhandeln darüber mit Boeing. Wie viele zusätzliche Maschinen es sein werden, können wir noch nicht sagen, das hängst vom Preis ab," erklärte der Ire. Bisher hat die Gesellschaft 100 fest bestellt und eine Option auf weitere 50 Maschinen.

Bis 2012 wolle Ryanair die größte Europäische Fluggesellschaft mit 60 Millionen Passagieren im Jahr werden. Bis dahin solle die Zahl ihrer Drehkreuze in Europa jedes Jahr um ein oder zwei wachsen. "In Deutschland stehen wir mit acht Flughäfen in Verhandlungen, im nächsten Jahr werden wir bestimmt drei oder vier deutsche Flughäfen mehr anfliegen als jetzt," erklärte O'Leary. Auch die erstmalige Eröffnung mehrerer innerdeutschen Routen sei 2003 sehr wahrscheinlich.

Die wachsende Konkurrenz anderer Billigflieger wie germanwings, Deutsche BA und Hapag-Lloyd-Express schrecke Ryanair nicht. "Herzlich willkommen! Aber wir werden immer noch die preiswerteste Fluggesellschaft in Europa bleiben," betonte O'Leary. In dem hart umkämpften Markt würden in den kommenden Jahren einige der Konkurrenten eine Bruchlandung machen oder von einer anderen Fluggesellschaft übernommen werden.

Auch der Airport Köln/Bonn, der nach dem Willen seiner Geschäftsführung eine europäische Drehscheibe im Billigfluggeschäft werden soll, sei keine Gefahr für die nicht sehr weit entfernte Ryanair-Basis Hahn, sagte der Ire. Immerhin seien die vier neuen Ryanair-Routen von Hahn nach Rom-Ciampino, Bologna-Forli, Stockholm- Skavfpa und Gerona bei Barcelona vom 5. Dezember an schon zu 40 % ausgebucht für den letzten Monat dieses Jahres.

Die Warnung von Piloten vor Sicherheitsmängeln bei Billigfliegern wies O'Leary für seine Gesellschaft zurück. "Bei uns werden alle gesetzlichen Sicherheitsstandards strickt eingehalten," sagte er. Die Ryanair habe seit ihrer Gründung 1985 keinen Unfall gehabt.

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