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Köln stürmt auch ohne Podolski davon

Auch ohne Lukas Podolski setzt der 1. FC Köln seinen Sturmlauf Richtung Bundesliga fort - nur der MSV Duisburg hält halbwegs Schritt mit dem Spitzenreiter. Die „Zebras“ holten mit einem torlosen Unentschieden bei Wacker Burghausen wenigstens einen Punkt.

dpa MÜNCHEN. Auch ohne Lukas Podolski setzt der 1. FC Köln seinen Sturmlauf Richtung Bundesliga fort - nur der MSV Duisburg hält halbwegs Schritt mit dem Spitzenreiter. Die "Zebras" holten mit einem torlosen Unentschieden bei Wacker Burghausen wenigstens einen Punkt.

Mit 29 Zählern liegt der MSV nach dem 14. Spieltag drei Punkte hinter dem Aufstiegsfavoriten aus Köln. Der Tabellenführer hatte bereits mit einem mühsamen 1:0 gegen Erzgebirge Aue den fünften Sieg in Serie eingefahren. "Solange wir solche Geduldsspiele gewinnen, steigen wir auf", sagte Torschütze Alexander Voigt nach dem nächsten "Dreier" vor über 30 000 Zuschauern.

Einen Ausrutscher leistete sich die Spvgg Greuther Fürth. Der Tabellendritte (27 Punkte) unterlag bei Schlusslicht Rot-Weiß Oberhausen mit 0:1. Profitieren vom Fürther Fehltritt könnte am Montagabend Alemannia Aachen. Der Uefa-Cup-Teilnehmer kann mit einem Auswärtssieg bei Energie Cottbus bis auf zwei Punkte zu den Franken aufschließen. Abgeschlossen wird der 14. Spieltag erst am 24. November, wenn die wegen Unbespielbarkeit des Platzes ausgefallene Partie zwischen Rot-Weiß Essen und dem TSV 1 860 München nachgeholt wird.

Im Tabellenkeller feierten Dynamo Dresden und der Karlsruher SC wichtige Heimsiege. Die Sachsen gewannen gegen die Spvgg Unterhaching nach einem Treffer von Klemen Lavric (4.) mit 1:0. "Für uns ist jedes Spiel harte Arbeit. Heute hat jeder Spieler alles gegeben", sagte Trainer Christoph Franke. Dynamo steht trotz des vierten Saisonsieges weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Auch beim 1:0-Erfolg des KSC gegen Eintracht Trier fiel das einzige Tor durch Sebastian Freis (10.) bereits in der Anfangsphase.

Vor den Augen von Ex-Coach Rudi Bommer war Burghausen in der zweiten Spielhälfte einem Sieg näher. Die Gäste blieben einiges schuldig, verteidigten aber nach einer Roten Karte für Nasir El Kasmi wegen groben Foulspiels (83.) wenigstens das 0:0. In der 89. Minute sah auch noch Burghausens Tom Geißler die Gelb-Rote Karte. "Wir hätten gerne gewonnen, aber im Endeffekt können wir mit dem Punkt sehr gut leben", sagte Duisburgs Trainer Norbert Meier: "Die 2. Liga ist ausgeglichen, man kann da nicht irgendwo hinfahren und gewinnt einfach."

In Köln feierten 34 100 Zuschauer nach dem 10. Sieg im 14. Spiel "Alex und Alex". Alexander Voigt erzielte per Foulelfmeter das späte Siegtor (84.) für den Bundesliga-Absteiger, der zum dritten Mal hintereinander auf den am Fuß verletzten Podolski antreten musste. Torhüter Alexander Bade hielt die drei Punkte fest, als er in der Nachspielzeit gegen Holger Hesse und Andrzej Juskowiak rettete. "Die Nationalmannschaft ist zwar kein Thema für mich, aber Jürgen Klinsmann kann gerne gratulieren", scherzte Matchwinner Bade.

"Kein Einsatzwille, keine Leidenschaft - so habe ich die Mannschaft noch nicht kennen gelernt", schimpfte Trainer Benno Möhlmann nach dem Fürther Fehltritt in Oberhausen. Der Ghanaer Anthony Tiéku erzielte das "goldene Tor" beim ersten Sieg des neuen RWO-Trainers Eugen Hach ausgerechnet gegen seinen Ex-Club. "Wir hatten den unbändigen Willen, auf den Platz zu kotzen", lobte Hach mit drastischen Worten die Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft.

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