Köln und Freiburg bei unterklassigen Gegnern
Stevens schmeißt Bobic raus

Alarmstimmung bei Hertha und den Bayern: In Berlin liegen die Nerven vor dem Achtelfinal-Pokalauftritt gegen Werder blank. Das erste Opfer der neuen harten Welle in der Hauptstadt ist Fredi Bobic, der von Trainer Huub Stevens aus dem Kader gestrichen wurde. Doch auch die Münchener stehen gegen den HSV schwer unter Druck.

HB DÜSSELDORF. Für den deutschen Rekordmeister hat das Prestigeduell gegen den Hamburger SV an diesem Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) im Olympiastadion nach der schwachen Vorstellung beim 2:2 gegen den 1. FC Köln an Brisanz gewonnen. Ungleich prekärer ist die Lage für den erneut stark unter Druck geratenen Berliner Coach Huub Stevens, dessen Elf drei Tage nach dem bitteren 1:3 gegen den FC Schalke 04 beim Bundesliga-Zweiten Werder Bremen (19.30 Uhr) eine weitere Pleite im Pokal droht. "Das ist eine Entscheidung des Trainers", kommentierte Hertha-Sprecher Hans-Georg Felder nichtssagend die Streichung von Bobic aus dem Aufgebot. Der 32 Jahre alte Stürmer sei zwar leicht erkältet, habe aber kein Fieber.

Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Köln will dagegen den Schwung aus dem Bayern-Spiel nutzen und unter dem neuen Trainer Marcel Koller im vierten Pflichtspiel den ersten Sieg landen. "Wir haben jetzt viel Selbstbewusstsein", sagte der Schweizer Trainer vor der Partie gegen den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Koller will kurzfristig entscheiden, ob Kapitän Dirk Lottner nach seinem überstandenen grippalen Infekt in die Startelf rutscht. "Eigentlich hätte es die Elf aus dem Bayern-Spiel verdient aufzulaufen", so Koller, der dennoch zwei bis drei Änderungen erwägt.

Die Kölner könnten die zusätlichen Einnahmen aus dem Pokal ebenso gut gebrauchen wie der HSV, der bei seiner Mitgliederversammlung am am Montag ein 14,3-Millionen-Euro-Defizit für die abgelaufene Saison ausgewiesen hat. Trainer Klaus Toppmöller schwor die Hamburger, die bei den Bayern zuletzt vor 21 Jahren gewinnen konnten, auf den Viertelfinal-Einzug ein. "Wir haben die Riesenchance, aus der ein bisschen verkorksten Saison eine gute zu machen", sagte Toppmöller. Die bei den Bayern herrschende Unruhe kommt Toppmöller gerade recht. "Sie sind angeschlagen", meint der HSV-Coach. Und der von Knieproblemen geplagte Sergej Barbarez verspricht dem Gegner einen heißen Tanz. "Da ist was drin. Die Bayern stecken in der Krise."

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