Kölner Erzbischof Kardinal Meisner verurteilt britisches Gesetz
"Therapeutisches Klonen ist pervers"

Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat das vom britischen Unterhaus verabschiedete Gesetz, mit dem das Klonen von Embryos für therapeutische Zwecke erlaubt wird, als "Unrechtsgesetz" verurteilt. Dieses Gesetz widerspreche zutiefst den Menschenrechten und der Würde jedes Menschen als Geschöpf Gottes, sagte der Erzbischof am Mittwoch. "Das britische Gesetz entspringt einer Perversion menschlichen Denkens".

dpa KÖLN. Noch so "gute" Zwecke könnten niemals rechtfertigen, was nicht zu rechtfertigen sei, sagte Meisner. Wenn der Mensch mit der künstlichen Befruchtung beginne, "Schöpfer" zu spielen, bestehe auch die Gefahr, dass er sich anmaße, Herr über Leben und Tod zu spielen. Wenn die anderen europäischen Staaten nicht den Mut fänden, eine solche Gesetzgebung öffentlich wirksam zu ächten, entlarvten sich Reden vom europäischen Wertekonsens als pure Heuchelei. "Wer in Deutschland dieses unmenschliche britische Gesetz zum Anlass nimmt, in Deutschland eine Lockerung des Embryonenschutzgesetzes zu fordern, setzt sich dem Verdacht aus, ein Mitläufer bei den grotesken Wettbewerben der Kultur des Todes zu sein", sagte Meisner.

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