Kölner trifft es besonders hart
Für Bundesliga-Aufsteiger hat Abstiegskampf schon begonnen

Kein Sieg, nur ein Punkt: Nach dem schlechtesten Saisonstart eines Aufsteiger-Trios seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Fußball-Bundesliga vor acht Jahren stehen der SC Freiburg, der 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt bereits unter Druck.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. "Der Abstiegskampf fängt früh an", meinte Kölns Kapitän Dirk Lottner. Die Rheinländer sind Vorletzter und warten ebenso wie Schlusslicht Frankfurt auf den ersten Punktgewinn, während Freiburg (13.) zumindest ein Remis gegen Hansa Rostock verbuchen konnte. Hinzu kommen personelle Probleme, mit denen sich Köln und Frankfurt bei ihrer Rückkehr ins Oberhaus herumschlagen müssen.

Den Hessen dürfte es ein schwacher Trost sein, dass sie das vermeintlich schwierigste Auftaktprogramm hatten. Unterm Strich stehen ein 1:3 bei Rekordmeister Bayern München und ein unglückliches 1:2 daheim gegen Spitzenreiter Bayer Leverkusen. Teamchef Rudi Völler beruhigte die Eintracht aber schon: "Frankfurt muss nicht bange sein um den Klassenverbleib."

Zittern müssen die Frankfurter jedoch weiter um Kapitän Jens Keller. Eine Knorpelabsplitterung im linken Knie hat den Abwehrchef für mehrere Wochen auf Eis gelegt. Sein Ausfall ist ein herber Verlust, gab Trainer Reimann zu. Keller sei unersetzlich. Dennoch müssen die Hessen am Samstag in Rostock punkten, wo die Eintracht vor rund elf Jahren den zweiten deutschen Meistertitel nach 1959 verspielte und am 4. Februar 2001 mit 2:0 den letzten Auswärtssieg in der Bundesliga feierte. Danach empfängt Frankfurt Hertha BSC.

Keine Punkte und dezimiertes Personal plagen auch die Kölner. Zuletzt erlitt Neuzugang Sebastian Schindzielorz einen Mittelfußbruch. Im Auswärtsspiel am Sonntag beim FC Schalke 04 muss Coach Friedhelm Funkel außerdem auf die rot-gesperrten Alexander Voigt und Moses Sichone sowie auf Mustafa Dogan (Knöchelverletzung) verzichten. "Uns klebt das Verletzungspech im Moment mächtig an den Füßen", meinte Funkel. Am Mittwoch verpflichteten die Kölner ad hoc den Ex-Lauterer Tomasz Klos für ein Jahr.

Erst auf Schalke und dann daheim gegen Borussia Dortmund. "Die Situation ist nicht einfach für uns, denn jetzt kommen Top-Gegner", weiß auch Torwart Stefan Wessels, einer von insgesamt sechs Neuzugängen, für die die Kölner keinen Cent berappen mussten. Dafür mussten sie allerdings "bitteres Lehrgeld" (Funkel) bei den Niederlagen in Mönchengladbach (0:1) und gegen Kaiserslautern (1:2). zahlen. "Es sind schon heftige Nackenschläge", meinte Marius Ebbers. "Wir werden unsere Punkte schon noch holen."

Einen Zähler heimste der SC Freiburg beim 2:2 gegen Rostock ein. Nach seiner dritten Rückkehr in die Bundesliga und dem 1:4 zum Auftakt in Leverkusen folgen nun die Partien in Berlin und im Dreisamstadion gegen Mönchengladbach. "Man merkt den Unterschied zwischen erster und zweiter Liga. Das ist ein ganz anderes Tempo", meinte Mittelfeldspieler Sascha Riether.

An den sechs Gegentoren konnten aber auch die Erstliga-erfahrenen Abwehrrecken Boubacar Diarra und Oumar Kondé nichts ändern. Routinier Andreas Zeyer meinte: "Wir haben noch ein paar Abstimmungsprobleme und die sind ganz normal am Anfang einer Saison. Dass die drei Aufsteiger zusammen bislang erst einen Punkt geholt haben, kann auch Zufall sein."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%