Königshaus will Skandal untersuchen lassen
Royals kommen nicht zur Ruhe

Das britische Königshaus will den Skandal um die Enthüllungen des früheren Diana-Butlers Paul Burrell (44) von einer unabhängigen Kommission untersuchen lassen. Nach einem Bericht der "Times" (Dienstagausgabe) will Prinz Charles (53) diesen "bisher einmaligen Schritt" noch am Dienstag ankündigen.

HB/dpa LONDON. Damit hofft das Königshaus offenbar, einen Ausweg aus der gegenwärtigen Krise zu finden. Nach Ansicht des "Daily Mirror" ist die britische Monarchie gegenwärtig in "tödlicher Gefahr".

Im Mittelpunkt des Skandals steht inzwischen der Vorwurf gegen einen früheren Mitarbeiter von Prinz Charles, einen ehemaligen Kammerdiener vergewaltigt zu haben. Der Betroffene hat die Vorwürfe des Ex-Dieners im St. James-Palast zwar bestritten, aber Medien und Öffentlichkeit fordern immer lauter eine Aufklärung der ganzen Affäre. Die Vergewaltigungsanschuldigung untergrabe die Autorität des Staatsoberhauptes - und schade damit dem ganzen Land, schrieb der "Mirror".

Die von einer Richterin angeführte Kommission soll die gesamten Hintergründe des Prozesses gegen Burrell untersuchen, dem ursprünglich der Diebstahl von mehr als 300 Gegenständen aus dem Besitz von Prinzessin Diana vorgeworfen worden war. Als die Queen sich überraschend daran erinnerte, dass Burrell ihr vor fünf Jahren von der Übernahme der Andenken erzählt hatte, platzte der Prozess. Der Queen und Prinz Charles wird nun vorgeworfen, sie wollten mit der Einstellung weitere peinliche Enthüllungen verhindern.

Auf einer Interview-Tour durch die USA verteidigte Burrell am Montagabend seine Entscheidung, seine "Geschichte" an die Boulevardzeitung "The Mirror" zu verkaufen. Er habe "nichts zu bereuen", sagte Burrell in New York. Er habe von Anfang an gewusst, dass ein Prozess gegen ihn großen Schaden anrichten würde. "Die ganze Angelegenheit hätte vermieden werden können, wenn die britische Polizei und die Staatsanwaltschaft von vornherein auf die Fakten geschaut hätten", sagte er.

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